Ebensfeld

Entlastung für den Ortskern

Verkehrsplanung  Eine Umgehungsspange von der Prächtinger Straße zum Norma-Kreisverkehr in Ebensfeld soll auf jeden Fall gebaut werden. Nach Ansicht der Freien Wähler sollte die Trasse als leistungsstarke Ortsumgehung ausgeführt werden, nicht als kurvige Erschließungsstraße.
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von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Ebensfeld — Der Straßenverkehr nimmt zu. Der Ortskern von Ebensfeld ist überlastet. Der Bau einer Umgehungsspange ist überfällig. Jetzt bietet sich die Chance, eine solche Spange von der Prächtinger Straße zum Norma-Kreisel zu bauen.
Fakt ist, dass der Gemeinderat bereits einstimmig beschlossen hat, eine Verbindung zwischen dem Norma-Kreisel und der Prächtinger Straße zu bauen. Wie diese Straße aussehen soll, ist aber noch nicht klar. Etwas Konkretes gibt es noch nicht, denn darüber beschließt der Gemeinderat in seiner Sitzung am nächsten Dienstag.
Die Umgehung müsste nach dem Dafürhalten der Freien Wähler bald geplant und gebaut werden - jedenfalls so lange auf dem neuen Baugebiet "Am Eidig" noch keine Häuser errichtet sind. Erst die Straße, dann die Wohnbebauung, lautet die Prämisse der FW-Gemeinderäte Roswitha Wich, Heinrich Kunzelmann, Peter Schober und Franz Böhmer.

Trasse unter der Stromleitung

Heinrich Kunzelmann weist darauf hin, dass unter der dort verlaufenden 110-kV-Leitung ohnehin keine Wohnbebauung möglich wäre. Das Gelände unter dieser Stromtrasse wäre also ideal, um die Straßenspange zu realisieren. Die Prächtinger Straße und die Viktor-von-Scheffel-Straße würden durch diese Tangente entlastet, argumentieren die Freien Wähler. Das bestehende Stück der Dientzenhoferstraße sei schließlich von vornherein als Teil der Umgehungsspange angelegt worden, die am Norma-Kreisverkehr anbindet.
Für die Bewohner des Kelbachgrundes wäre dies eine willkommene Abkürzung, um von der Prächtinger Straße zu den Ebens felder Supermärkten sowie zur Schule zu kommen oder in Richtung Bad Staffelstein weiterzufahren. Die Wohnqualität im Innerortsbereich könnte durch die Reduzierung des Verkehrs erhöht werden.

Wunsch aller Fraktionen

Eine durchgehende Straße sei von allen Fraktionen im Gemeinderat gewünscht, urteilen die Freien Wähler. Es sei jedoch ihrer Ansicht nach sinnvoller, hier eine breite, gerade Straße zu bauen als eine kurvige, schmale Straße, denn auch diese würde wohl von vielen Autofahrer als Durchgangsstraße benutzt. Zwar komme eine breitere Durchgangsstraße teurer als eine schmale Erschließungsstraße, doch für diese breitere Umgehungsspange könnte die Gemeinde Fördermittel bei der Regierung von Oberfranken beantragen.
Die Freien Wähler haben errechnet, dass die breitere Straße weniger Platz brauche als eine kurvenreiche Trasse durch ein verwinkeltes Wohngebiet, die auch als Variante im Raum steht. Wenn man durch sparsamen Flächenverbrauch einige Bauplätze gewinne, vermindere das die Kosten, die auf die Anwohner umzulegen sind. Ein weiteres Baugebiet könnte erschlossen werden, das sich zwischen der Umgehungsspange und der alten Kiesgrube erstreckt. Auch das würde die Umlagekosten für die Anwohner minimieren.
Die Freien Wähler gehen davon aus, dass die ersten Häuser im bereits vom Gemeinderat beschlossenen Baugebiet "Am Eidig" im nächsten Sommer errichtet werden. Folglich sei Eile geboten. Sollte der Gemeinderat den Bau der Straße befürworten, müsste der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden. Roswitha Wich: "Wenn das Baugebiet erst einmal da ist, brauchen wir nicht mehr diskutieren, dann ist Schicht im Schacht."

Detailplanung noch offen

Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) antwortete auf Anfrage des FT, dass über die genaue Ausgestaltung der Trasse momentan noch nichts gesagt werden könne. Beschlossen sei lediglich, dass eine Verbindungsspange vom Norma-Kreisel zur Prächtinger Straße gebaut werden soll, doch "wie's innen aussieht, ist Sache des Planers". Konkretes gebe es noch nicht zu sagen, denn darüber entscheide der Gemeinderat am 28. Juli.
"Die Verwaltung lehnt den Vorschlag der Freien Wähler ab", ergänzte Storath. Fest stehe bisher nur, dass die künftige Trasse an der alten Kiesgrube vorbei führen werde - und dass sie die Prächtinger Straße mit dem Norma-Kreisverkehr verbinden soll.

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