Ebermannstadt
Aufführung 

Entdeckungsfahrt durch das All

Die Musikschule Ebermannstadt nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise durchs Universum. Ein Wettstreit um eine Kristallkugel entbrennt.
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Sonne, Mond und Sterne bei der Musical-Aufführung in Ebermannstad. Fotos: Andreas Hofbauer
Sonne, Mond und Sterne bei der Musical-Aufführung in Ebermannstad. Fotos: Andreas Hofbauer
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Nur noch wenige Augenblicke bis zur "Zeitreise durch das All", die Spannung steigt. Wenige Minuten trennen die Darsteller von Ruhm, Ehre und Reichtum. Zumindest auf der Bühne.
So ganz traf das auf die Darsteller der Musikschule Ebermannstadt im Alter zwischen fünf und elf zwar noch nicht zu, wohl aber war es eine monatelang vorbereitete Darbietung, an der seit Oktober gefeilt wurde. Die Zeitreise durch das All präsentierten die Kinder am Samstag in der Grundschule Muggendorf und am Sonntagabend in der Aula der Mittelschule Ebermannstadt.
Inhaltlich behandelte das Musical den Werdegang unseres Universums, verkörpert von verschiedensten Jung-Darstellern. Von den kleinen Schnuppen, denen meistens alles schnuppe war, über Komet XXL (er ist wirklich rasend schnell), die Erde, Pluto, Venus bis hin zum Schwarzen Loch (Man sieht mich nicht, man hört mich doch, ich bin das große schwarze Loch) waren allerlei Himmelskörper vertreten.


Der älteste Stern erlischt

Der Grundtenor der Aufführung war jedoch lange Zeit ein trauriger: Das Licht von Opa Galaxus, dem ältesten Stern im Universum, erlischt. Doch vorher bekommen alle Planeten und Sterne noch ein Geschenk von ihm. Die Sonne bekommt ein Eis von ihm, weil es ihr immer so heiß ist, der Saturn einen Ring und der kleinste, Pluto, bekommt eine magische Kristallkugel, der die Macht eines Blicks in die Zukunft innewohnt.


Das Schwarze Loch

Das gefällt dem Schwarzen Loch natürlich gar nicht. Es ist sauer, weil es kein Geschenk bekommen hat. Und so entbrennt ein Wettstreit um die Kristallkugel, in deren Verlauf das Schwarze Loch durch eine List an die Kugel kommt. Entsetzt über diesen Diebstahl schmieden die Sterne zusammen einen Plan, um die Kugel zurückzubekommen.
Das Musical basiert auf den Werken des Komponisten Gerhard Meyer. Insgesamt 15 verschiedene Lieder - man kann sie ruhig auch Ohrwürmer nennen - führten die Jungkünstler am Sonntag auf. Von "Heiß, mir ist so heiß (Frau Sonne werde ich genannt)" bis zu "Beim Träumen unterm Himmelszelt" war genug Abwechslung dabei, um das Publikum bei Laune zu halten.
Dementsprechend erleichtert zeigten sich auch die Darsteller, als das Publikum die Aufführungen mit tosendem Applaus quittierte. Wer Teil der Musikschule Ebermannstadt sein möchte, hat am 24. April die Möglichkeit beim "Tag der offenen Tür" einen Blick zu riskieren. Gemessen an der Qualität der Aufführung sicherlich keine unattraktive Gelegenheit.

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