Kronach

Enorme Außenwirkung des Cranachjahrs

von unserer Mitarbeiterin Heike Schülein Kronach — Ein überaus positives Resümee des Cranachjahres 2015 zog bei der jüngsten Arbeitskreis-Sitzung der Leiter des Arbeitskreises "Luc...
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von unserer Mitarbeiterin Heike Schülein

Kronach — Ein überaus positives Resümee des Cranachjahres 2015 zog bei der jüngsten Arbeitskreis-Sitzung der Leiter des Arbeitskreises "Lucas Cranach", Dietmar Lang.
Dabei war die Kronacher "Cranach-Fangemeinde" auch eifrig in den anderen Cranach-Städten unterwegs. Vor allem die Ausstellungen in Coburg, Dessau, Lutherstadt-Wittenberg, Gotha und Torgau hätten das Leben und Wirken des großen Künstlers eindrucksvoll zur Geltung gebracht, hob Dietmar Lang hervor. Auch die Goethegesellschaft habe wiederum in bewährter Weise Fahrten angeboten.
In Kronach selbst habe man mit dem von Ingo Cesaro initiierten internationalen Cranach-Preis eine gelungene Ausstellung in der Fränkischen Galerie schaffen können.


Besinnung auf Schätze

"Im Cranachjahr sind vielen Kronachern auch die Cranachschätze bewusst geworden, die wir in der Fränkischen Galerie haben", freute sich Lang. In diesem Zusammenhang lobte er die Cranach-Führungen, die Museologe Alexander Süß konzipiert und informativ-kurzweilig umgesetzt habe.
Stadtrat Heinz Hausmann wies darauf hin, dass man in den 60er-Jahren noch keinen Cranach in Kronach hatte. Der Arbeitskreis hatte zusammen mit dem Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Lucas-Cranach-Stadt Kronach spannende Vorträge mit renommierten Wissenschaftlern wie Elke Werner, Susanne Wegmann und dem Cranach-Forscher Gunnar Heydenreich - einem wahren Cranach-Experten - anbieten können. Der Informationsstand am Historischen Stadtspektakel sei, so Lang weiter, "gut belagert" gewesen, und man habe durchwegs positive Rückmeldungen erhalten.
Besonders hob Lang die Münzausstellung des Vereins "1000 Jahre Kronach" in der Sparkasse und das Kunstprojekt "Cranach im Schaufenster" hervor, das Ingo Cesaro zusammen mit Schülern und Einzelhändlern in Kronacher Schaufenstern verwirklicht hatte. 200 Porträtvariationen von mehr als 100 Künstlern wurden ausgestellt und sind teilweise immer noch zu sehen.
Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann freute sich, dass so viele Vereine und Organisationen das Cranachjahr 2015 durch Veranstaltungen bereicherten. Pro Woche habe mindestens eine Cranach-Veranstaltung im Programmheft gestanden.
Man spüre, dass die Kronacher stolz auf den berühmten Sohn der Stadt sind. "Cranach schafft Zusammengehörigkeit", unterstrich Hofmann die Bedeutung.


Touristische Meilensteine

Sehr zufrieden mit der Außenwirkung des Cranachjahrs zeigte sich die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs der Stadt Kronach, Kerstin Löw. Der Besucherzuspruch in der 2014 komplett modernisierten Fränkischen Galerie sei enorm gewesen, und die neuen Führungsangebote rund um Cranach und die Alten Meister seien ebenfalls rege gebucht worden.
Man erhoffe sich nachhaltigen Effekte, was die Zusammenarbeit mit kulturtouristischen Reiseveranstaltern angehe, von denen viele in diesem Jahr Kronach zum ersten Mal angesteuert hätten. Zudem informierte Löw über Entwicklungen bei der Städtekooperation "Wege zu Cranach", die mittlerweile aus 13 Städten bestehe und die bei ihrem Partnertreffen in der kommenden Woche in der Lutherstadt Wittenberg ebenfalls Bilanz und Rückschau auf das Cranach-Jahr halte.


Weichen stellen

Außerdem gehe es aber bereits jetzt darum, die Weichen für die kommenden zwei Jahre und damit auch für das eigentliche Reformationsjahr 2017 zu stellen. Bezüglich der konkreten Ausstellungsplanungen im kommenden Jahr in Kronach könne man mit der interaktiven Kinderausstellung "Pop up Cranach" ein weiteres Highlight bieten, das sich besonders an Kindergärten und Schulen richte.



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