Coburg

Engagement für Häuser ausgezeichnet

Stadtbild  Gut 120 Projekte wurden für gelungene Sanierungen nominiert.
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von unserem Mitarbeiter Martin Koch

Coburg — Ganz stolz ist die Gemeinschaft Stadtbild Coburg auf ihr Sanierungsprogramm, für das inzwischen gut 120 Projekte in Coburg zumindest nominiert worden sind. Sieben Projekte konnten im vergangenen Jahr, auch von der finanziellen Seite gesehen, abgeschlossen werden. Besonders dankbar zeigte sich Stadtbild-Vorsitzender Hans-Heinrich Eidt über die großzügige materielle und ideelle Unterstützung der Geschwister Michael Stoschek und Christine Volkmann.

Schnür's Pavillon als Blickfang

Eines der großen Projekte aus diesem Sanierungsprogramm ist für Eidt der Schnür's Pavillon am Osthang des Judenberges (Adamiberg 8), der "nun von der Mohrenstraße aus insbesondere bei nächtlicher Beleuchtung die Stadt überstrahlt". Rund um diesen Schnür's Pavillon soll auch in diesem Jahr wieder am 14. Juni das Sommerfest der Gemeinschaft Stadtbild Coburg stattfinden.

Hexenturm als Kulturhaus?

Der Hexenturm in der inneren Stadtmauer und die gleich benachbarte ehemalige Sonntagsschule gehören jetzt Stadtbild Coburg, berichtete Eidt weiter. Das Gebäude soll nicht nur weiterhin als Vereins-Domizil dienen, sondern eventuell auch als Kulturhaus, so Eidt. So könnten dort auch kleine Konzerte stattfinden. Die Ex-Sonntagsschule diente ja vor einigen Jahren auch als Studiobühne für das Landestheater Coburg, das "Theater am Hexenturm" eben.
An die tragische Geschichte des Hexenturmes erinnert auch eine Gedenktafel, die seit März am Gebäude angebracht ist. In der Museumsnacht im September 2014 hätten rund 4000 Besucher den Weg in die Sonntagsschule und den Hexenturm gefunden. Ziel einer Studienfahrt waren in den Herbstferien 2013 die Städte Colmar und Straßburg. Ein gemeinsames Denkmalsymposium von Fachhochschule, Architektenkammer und Stadtbild Coburg fand am 6. November statt. Schatzmeister Michael Glodschei sagte, dass die Gemeinschaft Stadtbild Coburg derzeit 163 Mitglieder, davon zwölf korporative Mitglieder zähle.

Innenleben und Außenwirkung

Stadtbildvorsitzender Dr. Eidt und Zweite Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber (CSU) nahmen die Ehrungen für gelungene Häusersanierungen vor. Stadtbild Coburg vergaben jeweils Urkunden und Medaillen. Bei Stadtbild Coburg steht dabei vor allem die Außenwirkung eines Gebäudes im Zusammenwirken mit dem Umfeld im Vordergrund. Die Stadt Coburg bezieht bei ihrer Bewertung auch das architektonische Innenleben mit ein.
Birgit Weber lobte das große Engagement der Hauseigentümer für die Pflege des Stadtbildes. Allerdings merkte sie auch an, dass sie in ganz Coburg den Blumenschmuck an den Häuserfassaden vermisse, der früher viel reichlicher vorhanden gewesen sei. Eidt lenkte den Blick auf die kleinen Details am Rande. Beispielsweise seien Einscheibenfenstern ohne eine Sprossengliederung kein Mehrwert für eine historische Fassade.


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