Höchstadt a. d. Aisch

Engagement bringt tiefe Zufriedenheit

Bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte zogen 120 Kinder und Jugendliche am Dreikönigstag auf den Höchstadter Marktplatz. Dorthin hatte Bürgermeis...
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Gerald Brehm (l.) empfing die Sternsinger am Rathaus. Foto: M. Dengler
Gerald Brehm (l.) empfing die Sternsinger am Rathaus. Foto: M. Dengler
Bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte zogen 120 Kinder und Jugendliche am Dreikönigstag auf den Höchstadter Marktplatz. Dorthin hatte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) wie in jedem Jahr die Sternsinger eingeladen. "Es heißt zwar: Ohne Moos nichts los. Doch wichtiger ist mir: An Gottes Segen ist alles gelegen", meinte der Bürgermeister. Und das gelte für ihn allemal zu Beginn eines neuen Kalenderjahres.
Brehm erinnerte die Sternsinger an eine Reise, die er mit seiner Frau nach Indien unternommen hat. In Colachel baute die Stadt Höchstadt nach der Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren eine Schule für 1000 Kinder wieder auf. "Die dankbaren Kinderaugen gehen uns nicht mehr aus dem Kopf."
Der Bürgermeister ermunterte deshalb die Sternsinger, sich bewusst zu machen, dass sich der Einsatz für andere lohnt, und dankte für das große ehrenamtliche Engagement der Kinder und ihrer Familien sowie der vielen Helfer aus der St.-Georgs-Pfarrei. Julia Rose, Antonia und Philipp Dreßel sprachen stellvertretend für alle Gruppen den Segen vor dem Rathaus und schrieben anschließend an alle Türen des Gebäudes den Neujahrssegen an.
Vorausgegangen war ein festlicher Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Dekan Kilian Kemmer verglich die Situation der in der Bibel überlieferten Weisen aus dem Morgenland mit der der Sternsinger. "Die hatten alles und konnten sich alles leisten, trotzdem waren sie nicht zufrieden, bis sie nach einem langen Weg im dreckigen und stinkenden Stall von Bethlehem in einem kleinen Kind die Erfüllung all ihrer Sehnsucht fanden." Der Einsatz von Kindern und Jugendlichen, denen es an nichts mangelt, an zwei Ferientagen, bei kalten Temperaturen und großer Ungewissheit hinsichtlich der Aufnahme in den Häusern der Stadt führe auch bei den Sternsingern nach aller Anstrengung am Ende zu einer tiefen Zufriedenheit, so der Dekan.
Umsorgt von Lukas und Martina Schwägerl und vielen Helfern schwärmten die bunt gekleideten Könige aus. Im Gottesdienst arrangierten Reinhard Döring (Orgel), Wolfgang Först (E-Bass) und Frank Römer (Schlagzeug) ebenso kunst- wie schwungvoll klassische Weihnachtschoräle sowie das Lied der Sternsinger "Jesus Christ, You are my life". red
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