Einberg

Ende Mai, letzte Chance

Einberg — Wie geht es jetzt mit dem Obst- und Gartenbauverein weiter? Wird der traditionsreiche Verein von 1899 noch weiter fortbestehen können? "Wir haben heute keine Vorschläge f...
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Einberg — Wie geht es jetzt mit dem Obst- und Gartenbauverein weiter? Wird der traditionsreiche Verein von 1899 noch weiter fortbestehen können? "Wir haben heute keine Vorschläge für den neuen Vorstand", musste der Vorsitzende, Thomas Gerber, bei der Hauptversammlung feststellen. Also mache es keinen Sinn, Neuwahlen in Angriff zu nehmen, ergänzte Bürgermeister Marco Steiner (Freie Wähler) im Schützenhaus.
Die 197 Vereinsmitglieder haben nun bis Ende Mai Zeit, sich über die Zukunft des Vereins Gedanken zu machen. In einer eigens dafür einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung soll dann definitiv die Entscheidung fallen: Entweder findet sich ein neuer Vorstand oder der 116 Jahre alte Verein wird aufgelöst.

Gerber macht nicht mehr weiter

Gerber hatte bereits im vergangenen Jahr bekannt gegeben, sein Amt nur noch für ein Jahr kommissarisch fortzuführen. Der langjährige Vorsitzende wird aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen die Vereinsgeschicke abgeben. "Unsere Vereinsmitglieder werden immer älter und irgendwie richtigen Schwung bekommen wir in den Verein nicht mehr rein", ließ Gerber wissen. Bestand früher großes Interesse an Baumpflanzungen, richtigem Schneiden und Pflanzentausch, so frage "heute keiner mehr", bedauerte Gerber.
"Irgendwie sieht die Vereinsweiterführung sinnlos aus", sagte Gerber. Auch wenn die "Alten" bereit seien, die Neuen zu unterstützen, habe es keine große Rückmeldung gegeben. Der stellvertretende Vorsitzende, Ulrich Wolf, erinnerte daran, die Perspektive für den Verein zu sehen: "Wir werden immer älter, wir können das nicht mehr"
Marco Steiner dankte für die engagierten Aktivitäten. Damit präge der Verein das Ortsbild mit und verschönere Einberg. Zudem sei die Geselligkeit stets gepflegt worden. "Das ist alles sehr positiv. Doch es tut mir auch sehr weh, wenn ich die Diskussionen um die Weiterführung des Vereins höre", meinte Steiner. Dabei spielt nach Ansicht des Bürgermeisters nicht der finanzielle Aspekt eine Rolle. "Doch es ist schwierig, jemand zu finden, der Verantwortung übernimmt", bedauerte Steiner.
Bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung wird der Verein vorläufig keinen Beitrag für 2015 einziehen. Bei Vereinsauflösung kommt das Vereinsvermögen der Stadt Rödental zugute - für soziale Zwecke des Ortsteils Einberg.
Manja von Nida
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