Kronach

Elf von 18 Gemeinden im Landkreis Kronach haben Förderantrag gestellt

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Hans Rebhan
Hans Rebhan

Kronach/Kulmbach — Vor kurzem Woche haben IHK und HWK in Kulmbach gemeinsam den zweiten Oberfränkischen Breitbandgipfel durchgeführt. Ein dritter Gipfel ist im kommenden Frühjahr geplant, doch bis dahin wollen die Kammern nicht untätig bleiben.
"Die Bayerische Staatsregierung hat ein einzigartiges Breitbandförderprogramm auf die Beine gestellt. Inzwischen hat die EU-Kommission das bayerische Förderprogramm genehmigt. Wir werden unser Möglichstes tun, um die Kommunen von der Bedeutung schneller Datenverbindungen zu überzeugen." Auch im Landkreis Kronach gibt es viel Potenzial, auch wenn hier bereits 61 Prozent der Kommunen einen Förderantrag gestellt haben.
"Zum Programmstart darf es nicht zu Verzögerungen kommen, weil Kommunen ohne Grund abwarten", so IHK-Präsident Heribert Trunk. "Nachdem die EU-Kommission in diesen Tagen das Breitbandprogramm der Bayerischen Staatsregierung notifiziert hat, ist auch das letzte Hindernis für die Kommunen weggefallen, noch keinen Antrag auf Fördermittel im Rahmen des Breitband-Förderprogramms zu stellen."
Sein HWK-Kollege Thomas Zimmer schlägt in die gleiche Kerbe: "Es gibt Kommunen, die beim Ausbau der Breitbandin frastruktur schon enorme Fortschritte gemacht haben und auch mit Blick auf das neue Förderprogramm aktiv geworden sind. Andere warten ab, obwohl das nicht nötig ist, denn die Planungen können schon jetzt beginnen".
Die Kommunen in Oberfranken gehen das Thema Breitbandausbau unterschiedlich an. 92 der 196 Kommunen im Kammerbezirk der IHK für Oberfranken haben schon an früheren Breitbandprogrammen teilgenommen oder den Einstieg in das neue Programm vollzogen. Das entspricht einer Quote von 45 Prozent. In den einzelnen Landkreisen sieht das durchaus unterschiedlich aus. Während im Landkreis Wunsiedel bereits 82% der kreisangehörigen Städte und Gemeinden aktiv geworden sind, sind es im Landkreis Forchheim nur 14 Prozent.
Gemessen an Oberfranken sind die Kommunen im Landkreis Kronach gut unterwegs, so IHK-Vizepräsident Hans Rebhan. Elf der 18 Kommunen haben bereits einen Förderantrag gestellt, also 61 Prozent. "Längst ist ein schneller Internetzugang für die Wirtschaftsentwicklung einer Region genauso wichtig wie die klassische Infrastruktur", so Rebhan.
Dies gelte ganz besonders für den Landkreis Kronach, dessen Anbindung per Straße und Schiene deutlich schlechter ist als in anderen Landesteilen. Rebhan: "Wenn wir eine lebendige und florierende Gründerszene in unserer Region wollen, verbunden mit neuen Ideen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze, brauchen wir ein schnelles Internet. Auch die Industrie ist auf Breitband angewiesen. Viele Experten rechnen in den kommenden Jahren mit einer vierten industriellen Revolution. "Immer mehr Anwendungen via Internet und immer umfangreichere Datenvolumen zeichnen die künftige Entwicklung aus", so Rebhan.
"Die Erschließung Oberfrankens mit schnellem Internet wird ein Herkulesakt", so Trunk. "Wir wollen die erste Region in Bayern sein, die flächendeckend das Breitbandprogramm nutzt. Das wäre nicht nur ein ungeheuerer Imagegewinn, sondern vor allem für unsere Unternehmen wichtig, die im nationalen und internationalen Wettbewerb stehen." red

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