Rödental
Bausenat 

Elf Jahre Sperrung sind genug

Nur Radler und Fußgänger dürfen seit 2005 über die Betonbrücke, die bei Waltersdorf über die Itz führt. Jetzt ist beschlossen, dass sie durch einen Steg aus Aluminium ersetzt wird, der rund 30 000 Euro kosten soll.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Itzbrücke bei Waltersdorf soll durch einen Aluminiumsteg für Radler und Fußgänger ersetzt werden. Foto: Rainer Lutz
Die Itzbrücke bei Waltersdorf soll durch einen Aluminiumsteg für Radler und Fußgänger ersetzt werden. Foto: Rainer Lutz
Es war das Jahr 2005, als Experten zu der Überzeugung kamen, dass die Brücke, die bei Waltersdorf über die Itz führt, nicht mehr sicher genug sei, um weiter Fahrzeuge darüber fahren zu lassen. Sie wurde gesperrt. Seither durften nur noch Fußgänger hinüber und Radler, denn die Brücke gehört zum Radweg von Rödental in Richtung Froschgrundsee. Bei seiner Sitzung am Dienstag beschloss nun der Bausenat der Stadt, die Brücke zu ersetzen.
Dass in den elf Jahren der Sperrung wohl schon der eine oder andere Traktor oder Pkw über die gesperrte Brücke gerollt ist, ist den Stadtverantwortlichen durchaus bewusst. Doch die Brücke ist nun einmal nicht mehr im besten Zustand. So wie sie ist, kann sie nicht bleiben.
Mit der gleichen Tragkraft wie früher - also auch für Schwerverkehr - will sie die Stadt aus finanziellen Gründen nicht wieder bauen lassen. Eine vergleichbare Betonkonstruktion wie die alte würde zwischen 250 000 und 300 000 Euro kosten, schätzt das Bauamt der Stadt. "Wir haben auch bei Forst und Wasserwirtschaft nachgefragt, aber auch da hieß es, dass die Brücke so nicht gebraucht wird", erklärte Bürgermeister Marco Steiner (FW). Das könnte auch damit zusammenhängen, dass diese Stellen mit zur Kasse gebeten würden, wenn die Brücke nach ihren Bedürfnissen zugeschnitten würde, wurde im Senat spekuliert.


Nicht wieder für große Fahrzeuge

Nun soll es eine Brücke werden, die den Zweck erfüllt, den die alte in den vergangenen elf Jahren erfüllt hat. Das heißt, Fußgänger und Radfahrer sollen hinüber dürfen, der allgemeine Fahrzeugverkehr nicht. Dafür werden Sperrpfosten sorgen, die auf beiden Seiten eingelassen werden. Damit die Fahrzeuge des Bauhofs bis Pkw-Größe bei Bedarf die Brücke benutzen können, bekommen die Mitarbeiter einen Schlüssel, mit dem sie die Pfosten herausnehmen können. Heinz Pommer (FW) und Matthias Löffler (CSU) hatten Bedenken, weil die Brücke von der Feuerwehr nicht genutzt werden kann, wurden aber überstimmt.
Für die Ausführung der Brücke hätte Ulli Leicht (Grüne) gern gesehen, dass die neue Brücke eine Holzkonstruktion mit Überdachung wird, wie sie etwas weiter flussabwärts bei Oberwohlsbach und etwas weiter flussaufwärts bei Mittelberg bereits gebaut wurden. Doch so eine Brücke wäre recht teuer und vor allem wartungsintensiv, lautete das Gegenargument der Verwaltung zu diesem Vorschlag. Der Bauhof wünschte sich da lieber eine Aluminiumbrücke ohne Dach. Die ist nach den Berechnungen des Bauamts für knapp unter 30 000 Euro zu haben. Daher muss kein kompliziertes Ausschreibungsverfahren durchlaufen werden. Außerdem ist sie weit weniger wartungsintensiv als eine Holzbrücke und soll 100 Jahre halten.


15 Bauplätze für Oberwohlsbach

Freie Baugrundstücke werden in Rödental langsam Mangelware. Auf der Suche nach neuem Bauland will die Stadtführung vor allem auch innerorts die Bebauung verdichten, ehe weitere Baugebiete außerhalb der vorhandenen Bebauungsrenzen geschaffen werden. So eine mögliche Verdichtungsfläche wurde in Oberwohlsbach gefunden. Ein Investor möchte dort ein Wiesengelände zum Teil als Baugebiet erschließen, das mitten im Ort zwischen Lauterburgstraße und Gereuther Weg liegt. Die Zufahrt soll über die Lauterburgstraße erfolgen. Insgesamt sind 15 Baugrundstücke in einer Größe von bis zu 800 Quadratmetern vorgesehen. Erste Interessenten gibt es bereits, die dort ein Haus bauen wollen, es seien aber auch noch einige Parzellen frei, hieß es bei der Sitzung des Senats.


Neue Nutzung für Media Markt

Das bisher leer stehende Gebäude im Gewerbegebiet Oeslau West, in dem früher der Media Markt angesiedelt war, bekommt eine neue Nutzung. Ein Teil des Gebäudes wird durch einen Markt übernommen, der günstige Artikel außerhalb des Lebensmittelsortiments anbietet, erklärte Marco Steiner. Die Verkaufsfläche wird knapp unter 800 Quadratmeter betragen. Dazu wird ein Teil des Gebäudes als Lagerfläche genutzt. Der Rest des Gebäudes könnte noch einen oder sogar zwei weitere Nutzer aufnehmen, die aber noch nicht gefunden sind.
Gute Erfahrungen machen die Gärtner des Bauhofes mit Flächen in der Stadt, die statt mit pflegeintensiven Blumen wie Rosen jetzt mit mehrjährigen Pflanzen bepflanzt werden, die weniger Arbeit machen. Die Mitglieder des Bausenats begutachteten solche Flächen im Stadtpark hinter dem AWO-Seniorenheim und fand sie durchaus ansprechend. So wurde zugestimmt, auch andernorts auf diese Begrünung umzustellen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren