Lichtenfels

Elektromobilität und Vernetzung: Die Zukunft liegt in der smarten Stadt

Unsere heutige Welt ist von großen Veränderungen geprägt. Davon sind besonders die Städte betroffen. Deshalb werden von verschiedenen Seiten ganzheitliche K...
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Damian Wagner
Damian Wagner
Unsere heutige Welt ist von großen Veränderungen geprägt. Davon sind besonders die Städte betroffen. Deshalb werden von verschiedenen Seiten ganzheitliche Konzepte entwickelt, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Hierzu hat die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Projekt Morgenstadt wichtige Grundlagen gelegt. So freute sich der Präsident des Lions Club Lichtenfels, Günther Deinlein, dass er mit Damian Wagner den Senior-Projekt-Manager Smart Cities der Fraunhofer-Gesellschaft und Koordinator des daraus hervorgegangenen EU-Smart-City-Projekts "Triangulum" zu einem Vortrag im Stadtschloss begrüßen konnte.
Laut Damian Wagner hat die rasante technologische Entwicklung zur Folge, dass einerseits die Nachfrage nach hochqualifizierten Beschäftigungen ansteige und andererseits einfache Tätigkeiten wegfielen. Große Änderungen werde es auch im Lebenszyklus der Menschen geben. Während sich früher an die Kindheit und Jugend die lange Zeit des Erwerbs- und Familienlebens und schließlich der Ruhestand anschloss, ergäben sich nun erweiterte Lebensphasen in kürzerer Abfolge vor allem im Jobbereich. Der Alltag der Menschen werde von einer zunehmenden Digitalisierung geprägt. Dies verlange nach neuen Lösungen, um Städte in Zukunft nachhaltig und lebenswert zu Smart Cities zu gestalten.
Die Entwicklung von urbanen Systemen und Strategien und die "smarte" und vernetzte Einbindung von Technologien stünden im Zentrum zahlreicher Projekte von Fraunhofer mit Städten und Industriepartnern weltweit. So ziele das Innovationsnetzwerk "Morgenstadt: Stadt der Zukunft" darauf ab, Innovationen vorauszudenken, zu entwickeln und umzusetzen. Das Konzept "Morgenstadt" für die Smart Cities von morgen werde zurzeit im europäischen Pilotprojekt Triangulum realisiert. In dem 30 Millionen-Euro-Projekt würden zunächst in den Vorreiterstädten Manchester, Stavanger und Eindhoven Smart-City-Ansätze aus den Bereichen Mobilität, Informationstechnologie, Energie und Stadtentwicklung umgesetzt und erprobt. So habe sich Manchester auf Bildung konzentriert. Ein studentisches Viertel mit über 70 000 Studenten soll in ein Smart-City-Quartier verwandelt werden. Zudem soll ein autarkes Energienetz aufgebaut und ein alternatives Mobilitätskonzept umgesetzt werden. Eindhoven in den Niederlanden setze auf Elektromobilität mit Hilfe von Carsharing-Fahrzeugen und intelligenten Parkraumkonzepten.
Hoch im Kurs stehe auch die Elektromobilität im norwegischen Stavanger, das die höchste Dichte an Elektrofahrzeugen besitzt. Mit dem Projekt soll die Elektromobilität weiter verbessert werden. Als eine von drei sogenannten Follower-Städten sei Leipzig ausgewählt worden, erläuterte Damian Wagner, der in Lichtenfels besonders das Green Hospital herausstellte.
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