Lichtenfels
Bauausschuss 

Einen Leerstand weniger

Während die Vergrößerung einer Biogasanlage in Buch am Forst von allen angenommen wurde, waren sich die politischen Vertreter in Sachen Werbung eher uneins.
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In der Coburger Straße 1 soll eine Tagespflege der ambulanten Pflege "Lebenswert" entstehen.   Foto: Andreas Welz
In der Coburger Straße 1 soll eine Tagespflege der ambulanten Pflege "Lebenswert" entstehen.   Foto: Andreas Welz
Einstimmig befürwortete der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Lichtenfels den Bauantrag von Johannes Angermüller. Er will seine landwirtschaftliche Biogasanlage in Buch am Forst erweitern.
Der Landwirt will ein zusätzliches Blockheizkraftwerk neben dem bestehenden in der Nähe des Hofbauerwegs errichten, wurde in der Sitzung erklärt.
Stadtbaumeister Jürgen Graßinger bestätigte den Ausschussmitgliedern, dass der Antragsteller alle gesetzlichen Auflagen zum Umweltschutz und insbesondere auch zum Lärmschutz erfülle.
 


Gülle-Unfall ausgeschlossen

Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) hob hervor, dass der Antragsteller eine Auffangmöglichkeit der Biomasse im Havariefall schaffe. Somit könne ein Unfall, wie Ende März 2014 in der Biogasanlage in Redwitz, als Tausende von Litern Gülle ausliefen, ausgeschlossen werden.
Ein Bauantrag der ambulanten Pflege Lebenswert wurde einstimmig beschlossen. Der private Pflegedienst plant in der Coburger Straße 1, einem leerstehenden Geschäftshaus neben dem Korbstadt-Café, eine Tagespflege einzurichten. Bürgermeister Hügerich freute sich, dass ein Leerstand in der Stadtmitte mit Leben gefüllt werde. Die Anfahrt von Behindertenfahrzeugen sei zwischen den Geschäftshäusern Coburger Straße 1 und 3 problemlos möglich.
Gegen die Stimmen der CSU und der Jungen Bürger wurde die Errichtung einer Großflächenwerbeanlage in der Nähe der Bamberger Straße 125a genehmigt. Der Bauantrag sei bereits genehmigt worden, erläuterte der Bürgermeister, allerdings in der Victor-von-Scheffel-Straße.
Man hätte den Antragsteller, die Schwarz-Außenwerbung GmbH, zu einem Standortwechsel bewegen können, da die Anlage die Wohnqualität in der Victor-von-Scheffel-Straße beeinträchtigen würde.
Dies sei am Stadtrand nicht der Fall. Frank Rubner (CSU) war damit nicht einverstanden. An den Ortseingängen sollten keine Werbeschilder stehen, sondern auf die Korbstadt hingewiesen werden - so lautete sein Gegenargument. Hügerich stimmte zwar der Ansicht Rubners zu, man habe aber in diesem Fall das kleinere Übel gewählt.
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