Bad Rodach

Eine bessere Werbung gibt es nicht

Bad Rodach — Eine hohe Auszeichnung hat jetzt das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erhalten. Vergeben wurde dieser von der Initiative "Deutschland - Land des ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Eine hohe Auszeichnung für das MGH in Bad Rodach. Von links: Ulf Fink, Ursula Lehr, Hubert Joppich, Elke Ferner, Nicole Voigt (Leiterin des MGH Bad Rodach) und Ingrid Klingler-Joppich. Foto: Carsten Höllein
Eine hohe Auszeichnung für das MGH in Bad Rodach. Von links: Ulf Fink, Ursula Lehr, Hubert Joppich, Elke Ferner, Nicole Voigt (Leiterin des MGH Bad Rodach) und Ingrid Klingler-Joppich. Foto: Carsten Höllein
Bad Rodach — Eine hohe Auszeichnung hat jetzt das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erhalten. Vergeben wurde dieser von der Initiative "Deutschland - Land des Langen Lebens". Der Preis und würdigt damit Einrichtungen und Institutionen, die den demografischen Wandel aktiv begleiten und die Chancen nutzen.
Bei einem Galadinner in Berlin würdigte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Elke Ferner (SPD), die Leistungen des MGH Bad Rodach, das seit dem Jahr 2005 seine Türen geöffnet hat: "Hauptamtliche und ehrenamtlich Engagierte arbeiten Hand in Hand."
Das MGH Bad Rodach leiste Basisarbeit für den Zusammenhalt von Jung und alt sowie für das Miteinander in der Gemeinde. Elke Ferner bezeichnete die rund 450 Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet als "Orte der Solidarität und der Teilhabe". Das MGH Bad Rodach sei ein gutes Beispiel, um auch die Chancen einer Gesellschaft des langen Lebens sichtbar zu machen: "Das MGH ist also im besten Sinne Leuchtturmprojekt in der Gemeinwesenarbeit."
Was die Parlamentarische Staatssekretärin damit meinte, machte ein Imagefilm über das MGH Bad Rodach deutlich: In diesem erläuterten der Awo-Kreisvorsitzende, Hubert Joppich, und Tobias Ehrlicher (SPD-Bürgermeister der Stadt Bad Rodach) die vielfältigen Angebote des Hauses, bei denen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Alters einbringen. So geben Senioren als Mentoren ihre Erfahrungen aus dem Berufsleben an Kinder und Jugendliche weiter. Auch helfen zum Beispiel Ältere anderen Älteren, per E-Mail oder "Skype" Kontakt zu ihren Kindern und Enkeln zu halten. Zudem sind die Prävention und die Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit wichtige Anliegen des MGH in Bad Rodach.
Die Bandbreite der Kurse ist groß: sie reicht von Kursen für Viertklässler, die das Zehn-Finger-Tippen lernen, aber auch alte Bräuche aus der Region kennen, bis hin zu Beratungen für Angehörigen von Pflegebedürftigen. Rund 2650 ehrenamtliche Stunden leisten nach Angaben des Awo-Kreisvorsitzenden Joppich die etwa 80 ehrenamtlichen Helfer jährlich im MGH Bad Rodach, das auch die Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden sucht.

Förderung bleibt bestehen

Staatssekretärin Ferner würdigte auch den Einsatz Joppichs, der seit 1990 an der Spitze des Awo-Kreisverbandes Coburg steht und dieses Amt ehrenamtlich ausübt. In seiner Rede bei der Preisverleihung hob Hubert Joppich die Awo-Kreisgeschäftsführerin Ingrid Klingler-Joppich hervor, auf deren Konzeption das MGH Bad Rodach beruhe.
Elke Ferner kündigte an, dass die große Koalition noch in dieser Legislaturperiode eine dauerhafte Förderung der 450 Mehrgenerationenhäuser sicherstellen will. Die Einrichtung in Bad Rodach finanziert sich nur zum Teil über Bundesmittel. Den anderen Anteil übernimmt die Stadt.
Abschließend überreichte Elke Ferner mit Ulf Fink und Ursula Lehr die Ehrung an den Coburger Awo-Kreisvorsitzenden. Ein Preisgeld ist damit nicht verbunden, die Würdigung ist aber eine Werbung für das MGH - zum Beispiel über den Imagefilm, der der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. "Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen auch zukünftig die Ideen nicht ausgehen", sagte Ferner am Ende ihrer Laudatio. Carsten Höllein
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren