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Burkheim

Eine ausgewogene Kost schützt vor Übersäuerung

Von unserem Mitarbeiter Bernd Kleinert Burkheim — "Sauer macht lustig", behauptet der Volksmund. Aber zu viel Säure macht krank und zerstört. Die Stoffwechselvorgänge im Organismus...
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Sauer macht nicht lustig: "Aber dennoch muss niemand zum Vegetarier werden", sagt Heilpraktikerin Sabine Halwart. Foto: Bernd Kleinert
Sauer macht nicht lustig: "Aber dennoch muss niemand zum Vegetarier werden", sagt Heilpraktikerin Sabine Halwart. Foto: Bernd Kleinert
Von unserem Mitarbeiter
Bernd Kleinert

Burkheim — "Sauer macht lustig", behauptet der Volksmund. Aber zu viel Säure macht krank und zerstört. Die Stoffwechselvorgänge im Organismus benötigen ein basisches Milieu, um optimal abzulaufen. Die Ernährung sollte daher zu 80 Prozent basisch und zu 20 Prozent sauer sein. Dank der herkömmlichen Zivilisationskost ist jedoch das Verhältnis häufig umgekehrt. Bei einem Informationsabend des Gartenbauvereins Burkheim im Landgasthof Fiedler erläuterte die Heilpraktikerin und Gesundheitstherapeutin Sabine Halwart aus Kronach, was den Körper übersäuert, welche Krankheitsbilder daraus entstehen können und wie eine Ernährung aussieht, die sich an einer basenüberschüssigen Kost orientiert.

Überraschend viel Interesse

Mit 60 Zuhörern aus dem gesamten Landkreis war das Interesse überraschend groß. "Alle Menschen sind übersäuert", stellte Sabine Halwart eingangs fest. Unausgewogene Ernährung, Alkohol- und Nikotinkonsum, aber auch Stress sowie Emotionen wie Angst, Wut und Zorn seien die hauptsächlichen Ursachen. Nicht unterschätzen dürfe man Umwelteinflüsse. "Je besser wir für uns sorgen, desto besser können unser Körper und unsere Psyche Belastungen meistern", riet die Referentin. Die Nieren seien das Organ, das am stärksten von Übersäuerung geschädigt werde.
"Doch was übersäuert uns denn so alles im Laufe eines Tages?", fragte die Gesundheitstherapeutin. Es beginne bereits mit dem Frühstück. Kaffee, Früchtetee, Semmeln, Wurst, Käse, Marmelade - alles liege im sauren Bereich. "Auf Butter muss niemand verzichten, so lange er sie nicht fingerdick auf das Brot streicht." Auch das Mittagessen mit großen Fleischportionen, Kaffee und Kuchen am Nachmittag und eine deftige Brotzeit am Abend fördern die Übersäuerung des Körpers. "Je mehr ein Produkt industriell behandelt wird, desto stärker säuert es."
"Ich möchte Ihnen ganz bestimmt nicht den Appetit verderben, doch Sie sollten sich auch vor Augen halten, welche Folgen eine Übersäuerung haben kann", mahnte Halwart. So könne ein Zuviel an Säure zu Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes und Osteoporose führen. Außerdem würden die Bauchspeicheldrüse, das Herz- und Kreislaufsystem sowie die Gelenke geschädigt. "Säurelieferanten" sind der Heilpraktikerin zufolge Fleisch, Fisch, Käse, Quark, Bohnenkaffee, Alkohol sowie im Übermaß verzehrte Hülsenfrüchte. Als "Basenräuber" nannte sie Weißmehlprodukte (mit Ausnahme des Dinkels), Fabrikzucker und gehärtete Fette: "Je mehr ein Produkt industriell behandelt wird, desto stärker säuert es."
Als wertvolle Basenspender bezeichnete Halwart die Kartoffel ("Sie ist das beste basische Mittel, das wir haben"), die Milch (aber keine H-Milch) sowie mit Zitrone angemachte Blattsalate: "Denn was auf der Zunge sauer schmeckt, übersäuert nicht automatisch. Umgekehrt ist nicht alles Süße grundsätzlich basisch." Am gesündesten ernährt sich ihren Worten zufolge der, der auf vielfältige Kost achtet und von allem maßvoll isst. "Denn um sich vor Übersäuerung zu schützen, muss niemand zum Vegetarier werden", stellte die Referentin klar. Man müsse nur auf die Ausgewogenheit achten: "Das bedeutet, dass eine Portion Fleisch in Verbindung mit zwei Portionen basisch wirkender Beilagen in Form von Kartoffeln und Gemüse verzehrt werden sollte." Genauso verhalte es sich mit Fischgerichten, die zusammen mit Kartoffeln und Salat eine ausgewogene Mahlzeit ergeben.
Zum Schluss gab die Gesundheitstherapeutin Verhaltenstipps zur Entsäuerung. Wichtig sei, dass man den Körper entlastet. Dies könne in Form von Fasten oder durch das Einlegen eines "basischen Tages", an dem man sich ausschließlich von Gemüse ernährt, geschehen. Empfehlenswert seien auch mor-gendliche Wechselduschen sowie Basenbäder, für die als Badezusatz das gewöhnliche Haushaltsnatron genüge.

Vortrag über Stauden

Gartenbau-Vereinsvorsitzende Walburga Kraus wies auf den Vortrag "Stauden für alle Bereiche" mit Kreisfachberater Michael Stromer am Mittwoch, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im Saal Fiedler hin. Am 19. Oktober besuchen die Gartenfreunde den Apfelmarkt von 13 bis 17 Uhr in der Umweltstation Weismain.

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