Herzogenaurach

Eine Schule stellt sich vor

Da das Liebfrauenhaus in diesem Jahr besonders durch die Nominierung zum deutschen Schulpreis die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich zog, wollten sich ...
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Schulleiter Michael Richter (2. v. l.) beschrieb seinen Gästen den Weg von einer rein katholischen Internatsschule zu einer modernen, weltoffenen inklusiven Grund- und Mittelschule. Foto: privat
Schulleiter Michael Richter (2. v. l.) beschrieb seinen Gästen den Weg von einer rein katholischen Internatsschule zu einer modernen, weltoffenen inklusiven Grund- und Mittelschule. Foto: privat
Da das Liebfrauenhaus in diesem Jahr besonders durch die Nominierung zum deutschen Schulpreis die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich zog, wollten sich auch die Vertreter der Herzogenauracher SPD über den Wandel und die Ziele der Schule informieren. Michael Richter, der 1994 als erster weltlicher Schulleiter am Liebfrauenhaus begann, begleitete den Weg der Schule von einer rein katholischen Internatsschule zu einer modernen, weltoffenen inklusiven Grund- und Mittelschule.
Richter erklärte den Besuchern, dass insbesondere das 2007 eingeführte neue Schulkonzept und die 2009 angefangene Jahrgangsmischung die intensivsten Herausforderungen waren. Das zu meistern, konnte nur mit einem engagierten und motivierten Kollegium gelingen. Denn obwohl das Liebfrauenhaus als Privatschule gilt, sei es keine elitäre "Reichenschule", sondern eine Einrichtung der Stiftung "Seraphisches Liebeswerk Altötting" mit begrenztem Budget. Das erhobene Schulgeld reiche gerade zur Finanzierung der Co-Lehrkräfte, die mit vier bis acht Stunden in der Woche in den Klassen unterstützen.
Seit 2010 kann sich das Liebfrauenhaus zu Recht als inklusive Schule bezeichnen. Denn bei der Auswahl der Schüler wird auch darauf geachtet, einen Anteil von Kindern mit speziellem Förderbedarf aufzunehmen. Aktuell sind 20 Kinder Inklusionskinder, zehn davon mit Schulbegleitung an der Schule.
Abschließend fasste Michael Richter noch die Vorteile zusammen, die durch die Nominierung für den deutschen Schulpreis entstanden. Für ihn und seine Kollegen sei es selbst überraschend gewesen, was sich im Laufe der Zeit alles verbessert habe, als im Zuge der Vorbereitungen auf die Teilnahme am Wettbewerb durch das Kollegium eine Broschüre erarbeitet wurde, die das Schulkonzept erklärt.


Mehr als Wissenserwerb

Diese Broschüre trägt den Titel "Alles, was bei uns Schule ausmacht" und zeigt, dass am Liebfrauenhaus lernen neben "Wissen erwerben" auch bedeutet, "lernen, zusammen zu leben" und "lernen zu handeln". Auch wenn das Liebfrauenhaus den Schulpreis nicht gewonnen hat, ist sich Richter sicher, dass die weitere Begleitung der nominierten Schulen durch das Schulpreisnetzwerk die weitere Entwicklung der Schule positiv beeinflusst.
Fraktionssprecher Curd Blank bedankte sich für die Informationen, die selbst für ihn, dessen blinder Sohn seit fünf Jahren diese Schule besucht, in großen Teilen neu war. red
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