Ebrach

Eine Ausstellung über Demenz

Ebrach — Demenz kann jeden treffen. Umso wichtiger ist es, dieses Thema nicht zu tabuisieren, sondern sich frühzeitig darüber zu informieren. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet d...
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Ebrach — Demenz kann jeden treffen. Umso wichtiger ist es, dieses Thema nicht zu tabuisieren, sondern sich frühzeitig darüber zu informieren. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Demenzinitiative von Stadt und Landkreis Bamberg und der Alzheimer-Gesellschaft Bamberg mit einer Wanderausstellung, die den poetischen Titel trägt "Blitzlicht ins Land des Vergessens". Sie ist noch bis 26. April im Museum der Geschichte Ebrachs zu sehen, täglich von 14 bis 16 Uhr.
Auf 14 Tafeln erfahren Besucher das Wichtigste zu dieser Krankheit. Die Texte sind kurz, prägnant und informativ. Man versteht sie auch ohne medizinische Vorbildung. Es geht unter anderem darum, wie Demenz entsteht, um ihre unterschiedlichen Ausprägungen, wie Betroffene die Krankheit erleben, wie sie den Alltag beeinträchtigt.

Hilfe möglich, aber keine Heilung

Bei der Ausstellungseröffnung erläuterte Thomas Glaser, der auch Erster Vorsitzender des Forschungskreises Ebrach ist, dass bereits 1,4 Millionen Menschen in Deutschland betroffen seien. "Davon leiden 700 000 an der Alzheimerschen Form. Das Risiko zu erkranken liegt bei den 60-Jährigen bei drei Prozent, bei den 75-Jährigen bereits bei sechs Prozent." Von den 85-Jährigen sei jeder Fünfte betroffen. Die Krankheit könne durch Medikamente und Therapien verzögert werden. "Eine Heilung gibt es bei keiner der sechs bekannten Demenzformen", sagte der Apotheker aber auch.
Als gewaltige Herausforderung für die ganze Welt bezeichnete Pater Franziskus Bühl, der Zweite Vorsitzende des Forschungskreises, die Krankheit. "Sie ist eine pflegerische Herausforderung. Eine Familie kann dadurch ungeheuer belastet werden. Gesundheit ist ein ganz großes Gut." Das Allerwichtigste ist aus Sicht des Ordensmanns aber, "dass der Kontakt nach oben stimmt".
Bürgermeister Max-Dieter Schneider und Viktor Fieger vom Museum der Geschichte Ebrachs dankten neben vielen anderen Konrad Müller, dem Vorsitzenden des VdK-Ortsvereins Ebrach, weil er die Idee hatte, die Ausstellung in Ebrach zu zeigen. Wie sie mitteilten, wird es 2015 vier weitere Ausstellungen geben. bg


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