Neudrossenfeld

Ein zweites Zuhause für 70 Kinder

Sie ist gefragt, die Kindertagesstätte "Haselbusch" im Zentrum von Neudrossenfeld: 70 Kinder von der Einjährigen bis zum Einschulungsalter sind dort in der ...
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Von der Kirche zum Kindergarten "Haselbusch" gab es sogar einen kleinen Festzug. Foto: Horst Wunner
Von der Kirche zum Kindergarten "Haselbusch" gab es sogar einen kleinen Festzug. Foto: Horst Wunner
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Sie ist gefragt, die Kindertagesstätte "Haselbusch" im Zentrum von Neudrossenfeld: 70 Kinder von der Einjährigen bis zum Einschulungsalter sind dort in der Löwen- und Bärengruppe untergebracht. In drei Gruppenräumen und einem Schlafraum für die Jüngsten, dazu ist noch Platz zum Waschen und ein Mehrzweckraum vorhanden. Außen ein großzügiger, naturnaher Garten mit vielen Spielmöglichkeiten. Dass das alles so top in Ordnung ist, wurde jetzt anlässlich des 40-jährigen Bestehens tüchtig gefeiert.
Und es ist eine Erfolgsgeschichte. Zwar schon lange vor 1977 gab es Einrichtungen für Kinder, einen Kindergartenverein und zuletzt eine Unterbringung im TSV-Sportheim. Bis der Gemeinderat unter Bürgermeister Richard Flierl grünes Licht für einen Neubau eines richtigen Kindergartens gab. Auf kirchlichem Grund wurde dann das Gebäude errichtet und 1986 ein Anbau eingeweiht.
Bei einem Gottesdienst, den Pfarrer Johannes Feldhäuser unter das Motto "Gottes Schirm für einen Kindergarten" stellte, trafen sich Jung und Alt zur Danksagung, Loblieder wurden gesungen und der Nachwuchs beteiligte sich kräftig. Später buntes Treiben im Haselbusch und ein Theaterstück im Gemeindehaus.
Feldhäuser hob das gute Miteinander zwischen Kirchengemeinde als Betriebsträger und der politischen Gemeinde als weiterer Betriebskostenträger hervor, "die Kommune hatte selbst in harten Verhandlungen immer ein offenes Ohr für uns". Und Bürgermeister Harald Hübner unterstrich dies. Stellvertretender Landrat Dieter Schaar, Kenner der Szene aus seiner 18-jährigen Amtszeit als Neudrossenfelder Bürgermeister, stellte dem Kindergarten "Haselbusch" ein gutes Zeugnis aus, "dass wir die energetische Sanierung so gut und kostengünstig hinbekommen haben, freut mich noch heute". Hübner wollte noch darauf hinweisen, wie nötig weiterer Platz in der Kita ist, "daher müssen wir über eine Erweiterung nachdenken". Das Ziel der Gemeinde sei es deshalb, jungen Familien in Neudrossenfeld eine Perspektive zu bieten durch neues Bauland, damit sie dableiben.
Eine Frau der ersten Stunde ist Waltraud Koch. Sie leitet seit 40 Jahren den Kindergarten, ist dankbar, "dass wir in all der Zeit vor größeren Unfällen verschont geblieben sind. Bei fast 1000 Kindern, die hier auf das Leben vorbereitet wurden". Sie zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung, wünschte aber dennoch eine Verbesserung des Personalschlüssels. Das sei Aufgabe des Freistaates Bayern, mahnte sie an. Zurzeit kümmern sich elf Mitarbeiter um die Kleinen.
Die vierjährige Tamina kommt angerannt und hört zu, schaut einen mit offenem Blick an und erzählt gleich was über ihr Zuhause auf Zeit: "Mir gefällt es hier, da habe ich viele Freunde in der Bärengruppe und es ist oft lustig." Das nimmt Waltraud Koch gerne zur Kenntnis und widmet sich gleich danach wieder dem Nachwuchs.

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