Zeil am Main

Ein niederträchtiges und gemeines Verhalten

Es ist alles andere als schön, blöde angeredet zu werden. Wer anonyme Briefe oder Mails schreibt oder ins Telefon plärrt, der will verletzen und verlässt da...
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Es ist alles andere als schön, blöde angeredet zu werden. Wer anonyme Briefe oder Mails schreibt oder ins Telefon plärrt, der will verletzen und verlässt damit ganz klar den Boden einer fairen menschlichen Kommunikation.
Der Anonymus erreicht meist sein Ziel: Der Pfeil fliegt und trifft, es schmerzt, der Getroffene vergisst das nicht. Und das ist das Gemeine. Denn die "Bestrafung" hat keinen Anspruch auf Objektivität, sie ist ein Akt der persönlichen Willkür eines kleinen Geistes.
Ob der Sachverhalt oder das Ziel der Kritik richtig oder falsch ist, darum geht es gar nicht. Es geht einzig darum zu verletzen. Das ist der Grund, warum sich ein Anonymus immer ins Unrecht setzt.
Wollte er das? Wähnt er sich doch mit seiner Meinung so viel besser und auf einer so viel höheren Stufe?
Nein, er erreicht genau das Gegenteil, verfrachtet sich und seine Existenz selbst auf die niedrigste Ebene. Jedenfalls sind es erwiesenermaßen niedrige Beweggründe, die einen dazu verführen, einem anderen Schmerzen zufügen zu wollen, und seien es selbst seelische.
Eine moralisch und kulturell vorbildliche und edle Haltung sieht jedenfalls anders aus. Ist die in diesen Zeiten des Eigennutzes und des Egoismus' überhaupt noch gefragt?
Höchster Respekt daher vor den Menschen mit Zivilcourage und denen, die sich um Schwächere kümmern. Wenn es denn überhaupt etwas geben sollte, das die Welt verbessern könnte, dann ist es ihr Engagement.

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