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Bamberg

Ein neuer Skulpturenweg entlang dem Obermain entsteht

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Hallstadt — Im Juli laden zwölf von einer Jury ausgewählte Künstlerinnen und Künstler ein, bei der Entstehung neuer Sandsteinarbeiten hautnah dabei zu sein. Ihre Entwürfe sind ab dem heutigen Montag im Bürgerhaus Hallstadt zu sehen (zu den üblichen Öffnungszeiten). Die Präsentation kündigt das im Juli dreiwöchige Internationale Bildhauersymposium "Flussgesichter am Obermain" an.

Zwölf Gemeinden kooperieren

Bildhauerinnen und Bildhauer aus Italien, Bulgarien, Österreich, Tschechien und Deutschland bearbeiten drei Wochen lang, vom 6. bis 26. Juli, in Hallstadt auf einem weitflächigen Freigelände am Main (hinter dem städtischen Bauhof an der Seebachmarter) Sandsteinblöcke der Region von bis zu drei Kubikmetern Größe zu Skulpturen. Ab dem Frühjahr 2015 werden die fertigen Arbeiten entlang bestehender Radwege an Gewässern in der Region Oberfranken einen neuen Skulpturenweg bilden - den "Auenweg Obermain".
Im Fokus der vom Verein Flussparadies Franken e. V. initiierten Aktion stehen die Flüsse und deren Bedeutung für Mensch und Natur in der Region. "Jedes Gewässer hat einen einzigartigen Charakter - diesen sollen die Figuren darstellen und so auf die Bedeutung lebendiger Flüsse für Mensch und Natur aufmerksam machen", erläutert Anne Schmitt vom "Flussparadies Franken".
So werden in Kooperation mit den zwölf beteiligten Gemeinden entlang dem "Auenweg Obermain" die Skulpturen von Hallstadt und Bischberg bis nach Bad Staffelstein, mit Verzweigungen im Westen nach Baunach und im Osten nach Memmelsdorf direkt an den Flüssen und Gewässern platziert.
"Das Symposium ist eine einzigartige Gelegenheit, internationalen Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu blicken und die Entstehung der Werke mitzuverfolgen", so Thomas Söder, Bürgermeister der Stadt Hallstadt. Er hofft auf regen Besuch. Dabei kann es gerade in der ersten Woche laut und spektakulär zugehen. Denn zuerst müssen mit druckluftgetriebenen Meißeln und Winkelschleifern die Steine in ihre grobe Form gebracht werden, ehe in bildhauerischer Feinarbeit Details modelliert und Flächen poliert werden.
Die Arbeitsplätze der Bildhauer liegen nur 500 Meter vom Mainradweg und knapp 5 Kilometer von der Altstadt Bambergs entfernt auf einem Wiesengelände am städtischen Bauhof Hallstadt. Das Gelände des Symposiums ist auf eigene Gefahr frei zugänglich.
Die Besucher können und sollen den Künstlern dabei über die Schulter schauen, ihre Arbeitsweise hautnah erleben und in Dialog mit ihnen treten. Große und kleine Gäste sind den ganzen Tag über willkommen.

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