Baunach
Rückblick 

Ein gutes Jahr für Baunach

Bürgermeister Ekkehard Hojer zieht eine positive Bilanz. Einwohnerzahl und Steuereinnahmen sind gestiegen.
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Der Rückblick auf ein zu Ende gehendes Jahr stand im Mittelpunkt der letzten Stadtratssitzung im Baunacher Rathaus. Daneben ging es auch um die Umsetzung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Ein entsprechender Beschluss sei, so Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB), notwendig, um an die Fördertöpfe des Bundes gelangen zu können. Damit würde die Entwicklung der Stadt in den nächsten 15 bis 20 Jahren maßgeblich mitbestimmt. Der Stadtrat stimmte dem Stadtentwicklungskonzept (SEK) einstimmig zu.
Wichtig für die Entwicklung der Stadt Baunach ist auch der Aufstellungsbeschluss für die 13. Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes in unmittelbarer Nachbarschaft der Baugebiete Hemmerleinsleite und Örtleinsweg, wo Sondergebiete für einen Pferdehof, einen Häcksel- und Grüngutplatz, Sport- und Freizeitanlagen mit einer Spielwiese, einem Basketballfeld mit Skateranlage, Ski- und Rodelbahn, ein Liegeplatz und Grillanlage mit Grillhütte, eine Tennisanlage und ein Holzlagerplatz vorgesehen sind. Im Rahmen einer Flächennutzungsplanänderung müsse das insgesamt elf Hektar große Gebiet in die einzelnen Sondergebiete aufgeteilt werden. Für neue Wohngebiete sind 3,3 und 1,35 Hektar vorgesehen, für den Pferdehof 1,6 Hektar, erläuterte der Bürgermeister. Mit einer Umsetzung sei frühestens 2017/18 zu rechnen.


Für Jugend viel geboten

Ausführlich berichtete Laura Galizia als Leiterin der Jam-Jugendarbeit über die Aktivitäten im Jahr. Das Jugendzentrum im Zentweg 7 sei viermal in der Woche geöffnet, durchschnittlich nähmen 58 Jugendliche und Kinder im Alter von 9 bis 25 Jahren im Monat an den zahlreichen Aktivitäten teil. Angeboten wurden 23 Aktivitäten, wie Konzerte, Bowling, eine School Out Party, ein VG-Kickerturnier, behandelt wurden spezielle Jugendthemen, wie Ausbildungsplatzsuche, Prävention bei Alkohol und Drogen oder Arbeitslosigkeit. Ein besonderes Augenmerk von Jam galt der Einbindung in das Gemeindeleben, die Förderung der sozialen Kompetenz sowie die Vernetzung mit Vereinen, den Schulen und Akteuren am Ort.
Julia Meisel berichtete von einer erfolgreichen "Offenen Ganztagsschule", wo an der Baunacher Mittelschule für derzeit 31 Schüler Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung angeboten werden. Positiv bewertet wurde auch die Jugendsozialarbeit an Schulen, über die Maren Brunner berichtete. Der Jugendbeauftragte der Stadt Baunach, Luigi De Vita, wies auf ein gelungenes Ferienprogramm hin, das diesmal für VG-Ebene angeboten wurde. 53 Veranstaltungen wurden in den Sommerferien durchgeführt, alleine in Baunach nahmen 550 Jugendliche daran teil. Profitiert hätten dabei alle großen Vereine, die so etwas für die Nachwuchsförderung tun konnten.
Eine Erfolgsgeschichte sondergleichen ist die Entwicklung der Stadtbücherei, die im neuen Bürgerhaus ideale Voraussetzungen findet. Melanie Schmitt und Gudrun Stößel berichteten von 2794 Medienzugängen auf nunmehr 11 343. Sprunghaft stieg auch die Zahl den Entleihungen in der Bibliothek von 26 100 im letzen Jahr auf nun 34 600 an, auch die Zahl der entliehenen eBooks mit nun 1300 nach 750 in 2014 verdeutlichte den Trend zu neuen digitalen Medien. Fast verdoppelt hat sich die Zahl der Besucher auf nun 15 500. Darüberhinaus führte die Bücherei in 2015 insgesamt 47 Veranstaltungen durch, wie eine Kinowoche, Sonntagsgeschichten, Osterbasteln, eine Vorlesewoche oder die Sommer-Leseolympiade. Nicht zu bewältigen wäre dies alles ohne die Mitarbeit von 28 ehrenamtlichen Helfern, die 3000 Stunden leisteten.


Vergleichsweise wenig Schulden

Ein rundum positives Bild zeichnete Bürgermeister Hojer in seinem Jahresbericht: Sowohl die Einwohnerzahl, als auch die Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen sind gestiegen, dem stehen vergleichweise wenige Schulden gegenüber: Mit 1,2 Millionen läge man bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 292 Euro in Oberfranken im vorderen Bereich. Höhepunkte im Jahr 2015 waren die Erweiterung des Kindergartens St. Magdalena um eine Hortgruppe, die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Reinhold Schweda oder die Eröffnung des Sieben-Flüsse-Wanderweges.
In seinem Ausblick auf das kommende Jahr nannte Hojer die Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplanes im März 2016, hier sei man zuversichtlich, dass die Umgehung der B 279 als dringliche Maßnahme angesehen werde.
Saniert wird im nächsten Jahr das historische Beinhaus mit dem Krippenmuseum, geändert werde vermutlich das Konzept der "Hölzernen Männer", dem Baunacher Wahrzeichen: Statt einer Einhausung will man nun versuchen, dieses Relikt aus vergangenen Zeiten in einem geschlossenen Raum unterzubringen.
Bauliche Neuerungen in Baunach gibt es im nächsten Jahr mit der neuen Fußgängerbrücke parallel zur alten Baunachbrücke, der Erneuerung der Schulsportanlage mit einem Kunstrasenplatz und der Heizungssanierung in der Schule.
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