Herzogenaurach

Ein Vierteljahrhundert im Kreistag

Eigentlich wurde ihr versprochen, dass sie unmöglich in den Kreistag gewählt würde. Ein sicherer, mittlerer "Frauenplatz" sollte es für die Herzogenauracher...
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Retta Müller-Schimmel erhielt Geschenke von Landrat Alexander Tritthart für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zum Kreistag.
Retta Müller-Schimmel erhielt Geschenke von Landrat Alexander Tritthart für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zum Kreistag.
Eigentlich wurde ihr versprochen, dass sie unmöglich in den Kreistag gewählt würde. Ein sicherer, mittlerer "Frauenplatz" sollte es für die Herzogenauracherin Retta Müller-Schimmel (Die Grünen) sein. Und dann das: Am 8. März 1991 rückt sie für Andreas Stackelberg in den Kreistag des Landkreises Erlangen-Höchstadt nach.
Seit 25 Jahren engagiert sich die dreifache Mutter nun in diesem Gremium, von Anfang an im Sozialausschuss. Weitere Ausschüsse- Bau-, Jugendhilfe-, Kreis- und Schulausschuss - kommen hinzu. Zudem bringt Retta Müller-Schimmel sich im Zweckverband Abfallwirtschaft der Stadt Erlangen und des Landkreises Erlangen-Höchstadt, im Kreisseniorenbeirat und beim "Runden Tisch Asyl" ein.
Zum 25. Jubiläum erhielt die Kreisrätin am Freitag von Landrat Alexander Tritthart eine Goldmünze, eine Urkunde sowie einen großen Blumenstrauß. "Ich kenne Retta Müller-Schimmel seit meiner Jugend, wir waren einmal sogar fast Nachbarn", verriet Landrat Alexander Tritthart in seiner Ansprache. Besonders hob er ihr offenes Ohr für alle Anliegen der Bürger hervor, das sich auch daran zeige, dass sie so oft wiedergewählt wurde. Außerdem lobte der Landrat ihr Engagement für das jährliche Ökofest in Herzogenaurach sowie ihre Zielstrebigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein.
2009 erhielt die Herzogenauracherin für ihre besonderen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung die kommunale Dankurkunde.
Müller-Schimmel bedankte sich bei Landrat Alexander Tritthart mit einem grünen Stift und dankte den Kreistagsmitgliedern für die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. "Meine Töchter waren überzeugt: ,Mama, das musst du machen.' Ich habe es nie bereut", erinnert sich Retta Müller-Schimmel. Die Atmosphäre im Kreistag habe sich über die Jahre sehr verändert, heute seien viel mehr Frauen in der Politik.
In ihrer Rede dankte Müller-Schimmel den Kreisrätinnen Gabriele Klaußner, Irene Häusler, Ute Salzner, Britta Dassler und der ehemaligen Kreisrätin Jutta Ledertheil für die gute Zusammenarbeit. Vom selbsternannten "Ehrungsbeauftragten der Grünen", Manfred Bachmayer, erhielt die Jubilarin ein österliches Präsent. red



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