Wirsberg

Ein Tanz ins Eheglück

Willi und Elsa Blätterlein, geborene Schertel, feierten kürzlich im Kreis ihrer Familie das Fest der diamantenen Hochzeit. Zu den Gratulanten zählten stellv...
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Das Fest der diamantenen Hochzeit feierten kürzlich Willi und Elsa Blätterlein im Vogtsgarten. Sitzend von links stellvertretender Landrat Dieter Schaar, Willi und Elsa Blätterlein, Bürgermeister Hermann Anselstetter und Pfarrer Peter Brünnhäußer. Dahinter von links Schwiegertochter Iris, Tochter Renate, Sohn Norbert und Schwiegersohn Karl-Heinz Lerner Foto: Werner Reißaus
Das Fest der diamantenen Hochzeit feierten kürzlich Willi und Elsa Blätterlein im Vogtsgarten. Sitzend von links stellvertretender Landrat Dieter Schaar, Willi und Elsa Blätterlein, Bürgermeister Hermann Anselstetter und Pfarrer Peter Brünnhäußer. Dahinter von links Schwiegertochter Iris, Tochter Renate, Sohn Norbert und Schwiegersohn Karl-Heinz Lerner Foto: Werner Reißaus
Willi und Elsa Blätterlein, geborene Schertel, feierten kürzlich im Kreis ihrer Familie das Fest der diamantenen Hochzeit. Zu den Gratulanten zählten stellvertretender Landrat Dieter Schaar und Pfarrer Peter Brünnhäußer sowie Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD), der darauf verwies, dass das Jubelfest auch 60 Jahre eheliches Glücklichsein widerspiegelt: "Das ist das schönste Lebensgeschenk!"
In einem Leben voller Fleiß habe sich das Jubelpaar auch ein schmuckes Eigenheim geschaffen. "Die Ehe ist ein tägliches Geben und Nehmen, das habt ihr in Harmonie und gegenseitigem Verständnis vorbildlich gelebt", lobte Anselstetter.
Wie sich das Jubelpaar vor über 60 Jahren kennen und lieben gelernt hat, das wollte die Jubelbraut eigentlich als ein kleines Geheimnis für sich behalten: "Wir waren in Cottenau beim Steinlein auf dem Tanz und mein Mann hatte schon vorher immer gern mit mir getanzt, ob jetzt im Hubertushof oder wo halt zur damaligen Zeit Tanz war. Ich habe gern mit ihm getanzt, weil er auch ein guter Tänzer war."
Zum Tanz nach Cottenau ist man zur damaligen Zeit nur gelaufen und natürlich war dann auch die Freude auf das "Heimführen" bei den "Wärschbercher Madla" groß. Während sich ihre Freundinnen schon auf den Heimweg machten, tanzte die junge Elsa aber noch ein, zwei flotte Runden mit ihrem Willi, der sie dann auch heimführte. Und dann verriet Elsa Blätterlein schmunzelnd ihr kleines Geheimnis: "Mein Willi sagt heute noch, mit ein, zwei Schnäpsen hat er mich gekauft."
Willi Blätterlein hatte auch Gefallen an seiner Tänzerin gefunden und danach folgten Einladungen, unter anderem ins Kino. Elsa Blätterlein heute: "Von der Stunde an, wie er mich heimgeführt hat, sind wir nicht mehr voneinander weggekommen."
Die Hochzeit wurde in einem Privathaus in Neufang mit rund 50 Personen gefeiert, wie es für damalige Verhältnisse üblich war. Elsa Blätterlein erinnert sich noch: "Die kirchliche Trauung fand in der Wirsberger Johanniskirche statt und es war ein wunderschöner Tag damals."
Willi Blätterlein, der in Gössenreuth geboren wurde und mit seinen Eltern als achtjähriger Bub nach Neufang zog, hat den Beruf des Steinmetzes in Wirsberg erlernt und wechselte später zur Steinbildhauerei Arneth nach Kulmbach, dabei in einer verantwortlicher Stellung. Über viele Jahre betrieb der Jubelbräutigam eine Fischzucht, die heute sein Sohn Norbert weiterführt. Elsa Blätterlein ist in Bad Berneck zur Welt gekommen und kam als junges Mädchen nach Wirsberg. Sie arbeitete nahezu 40 Jahre in den Textilwerken Kneitz und war 30 Jahre lang Betriebsrätin. Die Familie war Elsa Blätterlein aber wichtiger als alles andere: "Ich war schon immer ein Familienmensch!" Auf die Frage, dass es doch in jeder Küche mal "raucht" und wie man sich danach wieder versteht, entgegnete Elsa Blätterlein trocken: "Ach, bei uns war der Rauch nie hoch! Mein Mann und ich haben uns immer ergänzt. Streiten wollte er nicht und ich wollte es auch nicht."
Werner Reißaus

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