Ludwigsstadt

Ein Pionier der innerdeutschen Annäherung

Friedrich Wiedemann, der ehemalige Dekan von Ludwigsstadt und Gunzenhausen, ist am 14. September, im Alter von 79 Jahren in Kronach, wo er seinen Ruhestand ...
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Friedrich Wiedemann, der ehemalige Dekan von Ludwigsstadt und Gunzenhausen, ist am 14. September, im Alter von 79 Jahren in Kronach, wo er seinen Ruhestand verbrachte, gestorben.
Wiedemann begann seinen Dienst 1962 als Vikar in Bad Steben. Von 1974 bis 1991 war er Dekan in Ludwigsstadt. Noch zu Zeiten der DDR bemühte er sich zusammen mit seinem Saalfelder Kollegen Ludwig Große um die Annäherung zwischen Ost und West. Im kleinen Grenzverkehrs organisierte er Begegnungen zwischen Kirchengemeinden in Oberfranken und Thüringen. Es war für ihn eine große Freude, in seiner Ludwigsstädter Zeit die Grenzöffnung im Jahr 1989 zu erleben. Danach stand er als Zeitzeuge zur Verfügung. Von 1991 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2001 wirkte er als Dekan im mittelfränkischen Gunzenhausen.
Regionalbischöfin Dorothea Greiner würdigte Wiedemann als "leidenschaftlicher lutherischer Theologe, der auch im hohen Alter sehr wach und kritisch die Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft wahrgenommen hat". Dekanin Dorothea Richter sagte: "Der Frankenwald verliert mit ihm eine markante Persönlichkeit, deren Wirken für die Region sehr wichtig war."
Die Trauerfeier findet heute um 14.30 Uhr in der Christuskirche Kronach statt. red

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