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Hollfeld

Ein Nachbarderby ohne Reiz?

Fussball-Landesliga  Für die Kasendorfer ist im Kampf gegen den Abstieg ein Heimsieg gegen den ASV Hollfeld Pflicht.
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Zwei Erfolgsgaranten des SSV Kasendorf: Spielertrainer Markus Taschner (links) und Torjäger Andreas Pistor wollen auch heute jubeln und mit einem Sieg dem Klassenerhalt einen Schritt näher kommen. Foto: M. Limmer
Zwei Erfolgsgaranten des SSV Kasendorf: Spielertrainer Markus Taschner (links) und Torjäger Andreas Pistor wollen auch heute jubeln und mit einem Sieg dem Klassenerhalt einen Schritt näher kommen. Foto: M. Limmer
Hollfeld — Ein Derby hat bekanntlich immer einen besonderen Reiz. Ob das am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr auch so ist, kann zumindest teilweise in Frage gestellt werden. Denn seit letzter Woche ist der ASV Hollfeld so gut wie abgestiegen - es geht eigentlich nur noch darum, sich positiv aus der Liga zu verabschieden. Auf der anderen Seite ist für den SSV Kasendorf der Klassenerhalt noch keinesfalls sicher, weil eine Serie von drei Niederlagen in Folge dazu führte, dass die Taschner-Schützlinge (30 Punkte) letztlich nur noch drei Zähler von einem direkten Abstiegsplatz entfernt sind.

Selbst der Elfte muss noch bangen

Überhaupt hat der Abstiegskampf durch manche Überraschung in den vergangenen Wochen nun nochmals heftig an Fahrt aufgenommen, denn mit Blick auf die Plätze vor den Hollfeldern ist es alles andere als klar, wer den Schreiber-Schützlingen folgt und wer über die Relegation noch um den Ligaerhalt kämpfen muss. Beim Elftplatzierten Dergahspor Nürnberg (36 Punkte) fängt die Gefahrenzone an - und beim Vorletzten BSC Saas Bayreuth (27 Punkte) endet die Liste derer, die wohl bis zum letzten Spieltag bangen müssen. Da ist für den SSV Kasendorf natürlich ein Heimsieg Pflicht, wenn auch Markus Taschner den einen oder anderen angeschlagenen Spieler zu verkraften hat. Das Team, das am heutigen Mittwoch auf dem Rasen stehen wird, sollte immer noch stark genug sein, eine völlig verunsicherte und ebenfalls gesundheitlich nicht vollständig auf der Höhe befindliche Hollfelder Elf in Schach zu halten.

Sechs Hollfelder beim SSV

Besondere Brisanz gewinnt das Derby natürlich dadurch, dass im Maximalfall bei der Heimmannschaft ein halbes Dutzend Hollfelder auf dem Platz stehen könnte. Sebastian Eck, Jochen Hollfelder, Michael Fuchs, Markus Taschner, Dominik Schorn und Dominik Hösch sind die Akteure, die vor gar nicht langer Zeit an der Kulmbacher Straße ihre Heimat hatten. Fünf der sechs sind sogar sogenannte Stammspieler beim SSV.
Damit sollte zumindest diese Tatsache nochmals einen bestimmten Reiz für die Hollfelder ausmachen. Wenn es nichts mehr gibt, was beim designierten Absteiger in dieser Saison für Motivation sorgen kann, dann doch zumindest eine Begegnung mit und gegen alte Weggefährten, denen man zeigen möchte, dass man keineswegs so schlecht ist, wie es der Tabellenplatz zum Ausdruck bringen könnte.
Wie letztlich am Mittwoch die taktischen Formationen der beiden Trainer aussehen werden, hängt davon ab, wie man die vielen Blessuren auf beiden Seiten in den Griff bekommt und wie es die Spieler beruflich einrichten können. Partyka fehlt den Hollfeldern auf Grund eines Muskelfaserrisses. Zumindest dürfte aber heute Abend ein sehr vom Kampf geprägtes Spiel zu erwarten sein. hh
ASV Hollfeld: Cukaric (?), Bornschlegel - Schatz, Eberlein, Horn, J. Grasser, Dünkel, Mezger, Dall, Gubitz, Pätz, Heißenstein, Sommerer, P. Schubert, Konradi, Schindler, Schmitt, Didoff, Kraus (?), A. Schubert (?),Geßlein (?)

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