Seßlach

Ein Jahr des Erfolges

Seßlach — Die Freude bei den 57 Mitgliedern des CSU-Ortsverbandes war auch noch bei der Hauptversammlung groß. "Alle gesteckten Ziele im vergangenen Jahr wurden erreicht", sagte de...
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Auch eine Ehrung für langjährige Mitglieder wie Wolfgang Sperlich (Dritter von links) gab es bei der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbandes im Sportheim der DJK/FC Seßlach. Foto: Michael Stelzner
Auch eine Ehrung für langjährige Mitglieder wie Wolfgang Sperlich (Dritter von links) gab es bei der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbandes im Sportheim der DJK/FC Seßlach. Foto: Michael Stelzner
Seßlach — Die Freude bei den 57 Mitgliedern des CSU-Ortsverbandes war auch noch bei der Hauptversammlung groß. "Alle gesteckten Ziele im vergangenen Jahr wurden erreicht", sagte der Vorsitzende, Marcus Werner, bei der Hauptversammlung. Bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr wurde CSU-Kandidat Martin Mittag mit über 66 Prozent zum Bürgermeister gewählt, auch die angestrebten acht Sitze im Stadtrat habe man geschafft. Dass auch die beiden Bürgermeister-Stellvertreter aus den Reihen des CSU-Ortsverbandes kommen, begründete Werner mit der "mangelnden Kooperationsbereitschaft" der anderen Fraktionen im Stadtrat.
Den Erfolg der CSU führte Werner auf die intensiven Vorbereitungen zur Kommunalwahl zurück. Belohnt wurde man mit dem sehr guten Besuch der Wahlveranstaltungen, bei denen die CSU rund 500 Bürger erreichte. Als Anekdote erinnerte Werner daran, dass es früher schon einmal einen Bürgermeister Mittag gab. Das Bürgermeister-Schild an dessen Wohnhaus wurde gerettet und ist jetzt im Amtszimmer von Martin Mittag zu finden.
"Politik zu gestalten" sei nun die Herausforderung für die Zukunft, der sich der Bürgermeister und der Stadtrat stellen müsse. Bisher habe man diese "mit Bravour" gemeistert. Dabei stehe vor allem die gute Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Vordergrund.

Der Wähler ist nicht dumm

Der CSU-Kreisvorsitzende, Jürgen W. Heike (Neustadt), lobte die gesamte Mannschaft des Seßlacher CSU-Ortsverbandes. Mit dem guten Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl habe er nicht gerechnet, sagte Heike. "Der Wähler ist viel klüger als die Politiker glauben", meinte der Kreisvorsitzende. Immer ein offenes Ohr für seine Bürger zu haben sei Mittags "persönliches Geheimrezept". Damit habe sich der Bürgermeister zu einem Hoffnungsträger für die Landkreis-CSU entwickelt und "Zeichen gesetzt". Heike kündigte an, schon bald mit hochrangigen Politikern in Seßlach über lokale Wirtschaftsfragen zu sprechen.
Heike berichtete, dass die Hochschule Coburg innerhalb der nächsten zehn Jahre mit 64,5 Millionen Euro vom bayerischen Staat unterstützt werde. In der anschließenden Diskussion mit dem Landtagsabgeordneten wurde das Bürgerbegehren um den Verkehrslandeplatz - das fast 100 000 Euro kosten wird - angesprochen. "Der Bau eines neuen Verkehrslandeplatzes kann dadurch nicht verhindert werden", betonte Heike. Er setze vielmehr darauf, dass der Landeplatz wertvolle Arbeitsplätze schaffen könne. "Viele Wartungsfirmen haben aufgrund der niedrigen Kosten großes Interesse an kleinen Flugplätzen", ergänzte der Landtagsabgeordnete.
Bürgermeister Martin Mittag blickte auf seine zurückliegenden zehn Monate im Amt zurück und berichtete, dass in Gemünda und Seßlach je zwei Flüchtlingsfamilien untergebracht sind. "Diese sind eher eine Bereicherung als ein Nachteil für den Ort", sagte Michaela Licht aus Gemünda bei der Hauptversammlung. Die Kleiderkammer werde zurzeit umgebaut, dann könne man Spenden für die Flüchtlinge annehmen. Auch auf die Pflichtaufgaben der Stadt ging Martin Mittag ein. Darunter falle der Straßenbau, der sowohl für Privatleute als auch für die Wirtschaft sehr wichtig sei. Der Bürgermeister will Ende des Monats alle Gewerbetreibenden zu einem Wirtschaftsforum einladen. "Dabei können die Firmen ihre Bedenken äußern und die Stadt kann eventuell eine Besserung herbeiführen", versprach Mittag.
Während die Bauarbeiten für die Bundesstraße bei Oberelldorf im Sommer beginnen werden, müsste bei den Kreisstraßen-Projekten im Stadtgebiet erst die Gestaltung des Haushaltsplanes abgewartet werden. "Die Arbeit im Stadtrat läuft sehr gut", stellte der Bürgermeister zudem fest. Der neue Einkaufsmarkt soll im April eröffnet werden und stellt nach Ansicht Mittags keine Konkurrenz für andere Nahversorger dar. "Es ist ausreichend Kaufpotenzial für alle vorhanden", zeigte sich der Bürgermeister überzeugt und kündigte an, mittelfristig weiteres Gewerbe in Seßlach anzusiedeln. Aus der Versammlung wurde eine Fußgängerverbindung zum neuen Einkaufsmarkt angeregt, wobei klar zu scheint, dass es dort keinen Zebrastreifen geben wird. "Bei einer Ampelanlage komm es auf die Nutzung an", betonte der Bürgermeister.

Gemünda: Neue Ampelschaltung

Weiterhin ging es um die Ampelanlage in Gemünda. Die Bürger wünschen sich am Morgen eine längere Grünphase Richtung Coburg und gegen am Abend Richtung Autenhausen. Bei diesem Problem will sich der Bürgermeister mit dem Landratsamt noch einmal in Verbindung setzen - technisch jedenfalls müsste eine solche Lösung möglich sein. Michael Stelzner
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