Coburg

Ein Hoch auf den ehrbaren Kaufmann

Coburg — Die IHK-Vollversammlung beschloss, 100 000 Euro der Coburger Wirtschaft in die Hand zu nehmen für die Ausbildung von Flüchtlingen. Das gab IHK-Präsident Friedrich Herdan b...
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Die Geehrten, die von IHK-Präsident Friedrich Herdan (links) im Beisein des IHK-Hauptgeschäftsführers Sigmar Schnabel (rechts) die Verdienstmedaille und Urkunde erhielten (weiter von links): Fritz-Ludwig Großmann, Siegfried Wölki, Ulrich Eberhardt, Rainer-Albert Bätzoldt und Andreas Worsch Foto: Lothar Weidner
Die Geehrten, die von IHK-Präsident Friedrich Herdan (links) im Beisein des IHK-Hauptgeschäftsführers Sigmar Schnabel (rechts) die Verdienstmedaille und Urkunde erhielten (weiter von links): Fritz-Ludwig Großmann, Siegfried Wölki, Ulrich Eberhardt, Rainer-Albert Bätzoldt und Andreas Worsch Foto: Lothar Weidner
Coburg — Die IHK-Vollversammlung beschloss, 100 000 Euro der Coburger Wirtschaft in die Hand zu nehmen für die Ausbildung von Flüchtlingen. Das gab IHK-Präsident Friedrich Herdan bekannt, als er ehemalige Vollversammlungsmit glieder für ihr besonderes Engagement für die Coburger Wirtschaft mit der silbernen Verdienstmedaille nebst Urkunde auszeichnete.
Die IHK-Vollversammlung, so Herdan in seiner Laudatio, beziehe Position zu wirtschaftspolitischen Fragen, beschließe wichtige Projekte und entscheide über Verwendung und Einsatz von Mitteln. Kurz und bündig: "Die IHK repräsentiert das Gesamtinteresse der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit." Dabei spiele das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns eine große Rolle. Die Geehrten hätten erkannt, dass sich unternehmerische Verantwortung und ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl nicht ausschlössen.
Als ehemalige "altgediente Mitstreiter der Vollversammlung", die auch in verschiedenen Ausschüssen der IHK wirkten, wurden ausgezeichnet: Ulrich Eberhardt, ehemals im Vorstand der HUK-Coburg, dessen Expertisen hohes Gewicht besäßen, Siegfried Wölki, der als Beispiel eines echten Bankiers bezeichnet wurde und die Sparkasse Coburg-Lichtenfels erfolgreich durch manch schwierige Gewässer steuere, Rainer-Albert Bätzoldt, ein IHK-Urgestein, der als Kaufmann durch und durch das Familienunternehmen mit Mut und Weitblick zu einem dynamischen Unternehmen emporgehievt habe. Ferner: Fritz-Ludwig Großmann, ein Gastronom, der sich durch beispielhaftes Engagement auch im Tourismus und im Baye rischen Hotel- und Gaststättenverband auszeichne, und Andreas Worsch, "ein Textileinzelhändler von der Pike auf, der mit reichlich Konkurrenz zu kämpfen hatte". Nicht anwesend sein konnten Jürgen Popp und Bernd Leuthäusser.
In seinen weiteren Ausführungen betonte Herdan, dass ohne ein Ehrenamt der Betrieb IHK in gewohntem Umfang nicht aufrechterhalten werden könnte und deshalb ehrbare Kaufleute Verantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft übernähmen. Derzeit könne die IHK auf 635 Ehrenamtliche zählen, vor allem in der Aus- und Weiterbildung.
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Coburg hat die Wirtschaftssatzung für das Jahr 2016 beschlossen. Damit verbunden ist die Senkung der Umlage des IHK-Mitgliedsbeitrags - befristet zunächst für ein Jahr - von aktuell 0,18 auf dann 0,15 Prozent. Das entspricht einer Reduzierung um rund 17 Prozent. "Mit der beschlossenen Senkung entlasten wir die gewerbliche Wirtschaft im kommenden Jahr deutlich", erklärt Friedrich Herdan. Die Umlage war zuvor über zehn Jahre konstant. dav
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