Bad Kissingen

Ein Heiliger, der Menschen liebte

Der Ordre de Saint-Fortunat (OSF) ist eine international agierende Vereinigung, die das "Gute und Schöne" über sein Hilfswerk St. Fortunat fördert und hat w...
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Der Scheck ist überreicht: Unser Bild zeigt (von links) Schatzmeister Jürgen Häfner, Dipl.-Sozialpädagogin Cornelia Weber, die Präsidentin des Hilfswerks, Marie-Luise Biedermann und Peter Nägle.  Foto: Rosi Stüwe
Der Scheck ist überreicht: Unser Bild zeigt (von links) Schatzmeister Jürgen Häfner, Dipl.-Sozialpädagogin Cornelia Weber, die Präsidentin des Hilfswerks, Marie-Luise Biedermann und Peter Nägle. Foto: Rosi Stüwe
Der Ordre de Saint-Fortunat (OSF) ist eine international agierende Vereinigung, die das "Gute und Schöne" über sein Hilfswerk St. Fortunat fördert und hat wieder ihren Spendentopf in Bad Kissingen aufgemacht. Heraus kam ein Scheck an die Christian-Presl-Stiftung über 2000 Euro für die Begleitung von trauernden Kindern im Kreis Bad Kissingen.
Kinder trauern anders. Wie in Pfützen springen sie in die Trauer hinein und wieder heraus, sind traurig und gleich wieder fröhlich. Zudem möchten Kinder nicht zur Last fallen, verbergen oft ihre Trauer hinter einer scheinbar unbeschwerten Oberfläche. Aber sie müssen ihre Trauerzeigen können, um nicht an Leib und Seele krank zu werden. Deshalb brauchen sie und ihre Familien therapeutische Hilfe, die sie bei der Presl-Stiftung finden.
Das Gute und Schöne zu fördern und karitativen Zwecken zu dienen - diesem Ziel hat sich der OSF seit Jahren verschrieben. Von 2011 bis 2015 hat das zum Orden gehörende Hilfswerk St. Fortunat bundesweit insgesamt 165 000 Euro gespendet, davon flossen über 50 000 Euro in Einrichtungen in Würzburg, Schweinfurt und Bad Kissingen - zuletzt für die "Hinmelswiese für Sternenkinder".


Förderung des Guten, Schönen

"Die Spendenliste ist lang", sagt Präsidentin Biedermann. Der Ordre de Saint Fortunat ist eine internationale, gegenüber Rasse und Religion, tolerante und parteipolitisch neutrale Vereinigung, die Ethik und Ästhetik und damit das Gute und Schöne fördere. Durch Förderung dieser internationalen Gesinnung und des Gedankens der Völkerverständigung trage der Orden zu zwischenstaatlicher Verständigung bei. In Deutschland hat der Orden über 100 Mitglieder, davon etwa die Hälfte in der Region Würzburg und Bad Kissingen.
Die Ordenstätigkeit begann 1901 in Frankreich als Bruderschaft und ist seit 1980 in der Bundesrepublik als übernationale und gemeinnützige Körperschaft mit Sitz in Mainz tätig.
Trotz seiner Präsenz in der Öffentlichkeit gibt es einige Missverständnisse rund um den Orden. Was ist das für eine Institution? Eine geschlossene Gesellschaft oder gar eine geheimnisvolle berüchtigte Sekte? Über diese und ähnliche Fragen schmunzeln die Mitglieder nur.
Die internationale Vereinigung mit weltweit über 600 Mitgliedern gründet auf dem Gedankengut des Heiligen Fortunatus, Bischof von Poitiers (535-609 nach Christus) und einem von ihm geleiteten Freundeskreis, erklärt Biedermann. "Fortunatus war zeitlebens ein Genießer von hohen Graden." Er habe gediegene Gesellschaft geliebt. Auch habe er Mildtätigkeit geübt und ein Herz für weniger begünstigte Menschen gehabt.
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