Schlüsselfeld
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Ein Glücksfall für Schlüsselfeld

Das Unternehmen Dennert Poraver GmbH plant eine 50 Millionen Euro teure neue Produktionsstätte im Industriegebiet. Zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen.
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Vor einem Jahr stellten David Veit Krafft (links) und Matthias Gebhardt von der Geschäftsleitung der Dennert Poraver am Bauplatz ihre Pläne für das neue Werk in Schlüsselfeld vor. Hier soll Blähglasgranulat produziert werden. Im Hintergrund die Firma Pröls und der ADAC. Foto: Archiv
Vor einem Jahr stellten David Veit Krafft (links) und Matthias Gebhardt von der Geschäftsleitung der Dennert Poraver am Bauplatz ihre Pläne für das neue Werk in Schlüsselfeld vor. Hier soll Blähglasgranulat produziert werden. Im Hintergrund die Firma Pröls und der ADAC. Foto: Archiv
Für die Stadt Schlüsselfeld ist es der absolute Glücksfall: Das Unternehmen Dennert Poraver GmbH, derzeit mit Verwaltung und Labor in Schlüsselfeld ansässig, will sich im Gewerbegebiet Schlüsselfeld mit einer neuen Produktionsstätte ansiedeln. Bereits 2019 soll die Produktion anlaufen.
Ein Grundstück im Gewerbegebiet an der Staatsstraße zwischen Elsendorf und Thüngfeld hat die Unternehmensleitung bereits vor einem Jahr erworben. Nun wurde jedoch ein größerer Flächenbedarf angemeldet. In der Sitzung des Stadtrats stand daher die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Schlüsselfeld" sowie parallel dazu die Änderung des Flächennutzungsplans auf der Tagesordnung.
Die Dennert Poraver GmbH gilt weltweit als der Marktführer in der Herstellung von Blähglasgranulat. Dabei wird aus Alt- oder Recyclingglas ein Granulat hergestellt, das in Verputzmaterial, Fliesenklebern, Leichtbeton, Mineralwerkstoffen, Fassadenelementen und vielen anderen Baustoffen Verwendung findet. 1983 gegründet, löste sich Poraver 2006 vom Mutterkonzern Veit Dennert KG und firmiert seither als eigenständiges Unternehmen. Produktionsstätten gibt es bislang im Stammwerk im oberpfälzischen Postbauer-Heng und in Kanada nahe Toronto. Die neue High-Tech-Anlage in Schlüsselfeld soll direkt unterhalb des Firmengeländes des Reisemobilherstellers Morelo, nahe beim ADAC-Fahrsicherheitszentrum entstehen. Eine Investitionssumme von 50 Millionen Euro steht im Raum.
Mit der Änderung des Bebauungsplans, die in der Sitzung auf den Weg gebracht wurde, wird eine Fläche von 6,4 Hektar überzogen. 2,8 Hektar davon sind Neuausweisung. Auf dem künftigen Poraver-Gelände sind drei Gebäude geplant: ein zweigeschossiger Bau für Büro- und Sozialräume; in einem weiteren Gebäude sollen Werkstatt und Lager untergebracht werden. Das eigentliche Produktionsgebäude soll in drei Höhen unterteilt werden: Aufgrund der Produktionstechnik mit einem Aggregat, das diese Höhe erfordert, wird es zwischen 21,5 und 26 Meter hoch werden. In der Halle müssen auch Silos für Rohstoffe, Additive und für das Fertiggut Platz finden.
Poraver beabsichtigt, in Schlüsselfeld mit vierzig Arbeitsplätzen zu starten. Langfristig ist geplant, die Kapazität bis auf hundert Arbeitsplätze auszubauen.

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