Gosberg

Ein Garant und Magnet für mehr Verkehr

Zum Bericht "Der zweite Entwurf stuft die 'Ostspange' hoch auf 'vordringlich'" vom 20. Juli: Die Hochstufung der Ostspange ist eine schlechte Nachricht für ...
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Zum Bericht "Der zweite Entwurf stuft die 'Ostspange' hoch auf 'vordringlich'" vom 20. Juli:

Die Hochstufung der Ostspange ist eine schlechte Nachricht für die Fränkische Schweiz, glücklicherweise keine endgültige. Doch die zwei Mandatsträger Silberhorn und Hofmann freuen sich öffentlich schon jetzt und hoffentlich zu früh - sie kennen eben andere Prioritäten.
Das Bundesstraßenstück Ostspange steht nicht allein, sondern bildet ein ganzes System von Auf- und Abfahrten, Querungen, Brücken, Wirtschaftswegen, Entwässerungsgräben etc. und ist ein Puzzlestück für die Verbindung der A 3 zur A 9.
Gerade Lückenschlüsse machen die Strecke für Durchfahrer und Lastautos attraktiv. Die Fränkische Schweiz gehört dann nicht länger den "Fränkischschweizern", sondern der Masse von Langstreckenfahrern.
Pendler in den Nürnberger Raum werden vielleicht schneller am Kersbacher Kreuz sein, doch in den Stoßzeiten werden sich dort täglich ihre Stoßstangen vor der Ampel grüßen. Bisherige Schleichwege und Ausweichrouten mutieren zu hochfrequentierten Umfahrungen. Man kann sich die Veränderungen im unteren Wiesenttal nicht drastisch genug ausmalen. Und jeder, der das verharmlost, lügt.
Die Ostspange ist keine Lösung für Verkehrsprobleme, sondern ein Garant und Magnet für mehr Verkehr und mehr Stau, vor allem bei der Autobahnauffahrt und im armen Ebermannstadt. Eine solche Verkehrspolitik ist unprofessionell und riecht stark nach Vettern- und Amigowirtschaft.
Können lächelnde Abgeordnete aus ihrem Mandat sich ein Recht auf Zerstörung von Lebensräumen, von bäuerlichen Existenzen, von touristischen Einmaligkeiten ableiten? Natürlich nicht! Hinterzimmerpolitik und wechselseitiges Händewaschen darf nicht auf Kosten unserer Heimat geschehen.
Der Verweis auf Gosberg ist unehrlich, denn wegen der leidenden Anwohner wird keine neue Bundesstraße gebaut, zumal mit einer neuen Trasse mehr Menschen neues Leid zugefügt wird. An Alternativen arbeiten müssen nicht nur, aber auch die Abgeordneten der CSU.
Alfons Eger
Gosberg


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