Hetzelsdorf

Ein Abend, der den Frieden in Musik fasste

Hetzelsdorf — "Farben des Friedens" war das Motto des außergewöhnlichen Konzerts, das der Fränkische-Schweiz-Chor mit dem Singverein 1878 Röthenbach, unterstützt durch ein Instrume...
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Die Sänger erhoben die Stimmen für den Frieden. Die Besucher genossen ein denkwürdiges Konzert. Foto: p
Die Sänger erhoben die Stimmen für den Frieden. Die Besucher genossen ein denkwürdiges Konzert. Foto: p
Hetzelsdorf — "Farben des Friedens" war das Motto des außergewöhnlichen Konzerts, das der Fränkische-Schweiz-Chor mit dem Singverein 1878 Röthenbach, unterstützt durch ein Instrumentalensemble, in der St. Matthäuskirche in Hetzelsdorf bei Pretzfeld zu Gehör brachte. In der Zusammenstellung des Konzerts ging es dem Gesamtleiter der Veranstaltung, Wolfgang Junga, vor allem darum, die zahlreichen Zuhörer den "Geist des Friedens" spüren zu lassen.
Obwohl die ausgewählten Musikstücke so unterschiedlich waren, gelang es den Musikern, einen Bogen zum Gedanken des Friedens zu spannen. Die Besucher waren so gefesselt, dass die Aufführung ohne Applausunterbrechungen erfolgte. Dieser fiel am Ende aber umso herzlicher und länger aus.
Frieden im Menschen, mit den Menschen, zwischen Völkern und mit der Natur - die "Farben des Friedens" fanden vielerlei Ausdruck. Ob von der Kriegsahnung im Lied von der "Dunklen Wolke" aus dem 30-Jährigen Krieg bis hin zum "Bürgerlied" von 1848, in dem es um den freien Geist und das freie Denken geht, die Bestandteil des Friedens sein müssen.
Die Hymnen der Friedensbewegung "Sag mir, wo die Blumen sind" und "Blowing in the Wind" begegneten dabei ihrer Wurzel, dem Lied von den "Wilden Schwänen".
Die "Mitte" des Programms bildeten die hellen Farben des Friedens in verschiedenen Vertonungen. Alles war ausdrucksstark arrangiert und an passenden Stellen mit besonderen Klangfarben untermalt. So unterstrich etwa ein Gong die Bedrohung durch den Krieg.
Weitere Farben kamen ins Spiel durch die einfühlsam spielenden Instrumentalisten Olaf Korte, Paul Schelhorn (Violinen), Linda Scharnagl (Cello) und Alexander Bier (Trompete), und durch ein fein intonierendes Vokalquintett, das von Mitgliedern des Chores bestritten wurde: Lisa Heid, Irmgard Seybold, Wilhelm Wehrfritz, Hans Zimmermann und Gesamtleiter Wolfgang Junga. So bleibt als Fazit des Abends, dass die Sehnsucht nach Frieden ausdrucksstark durch Musik zum Ausdruck gebracht werden kann. red

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