Herzogenaurach

Ehemalige Kummeth-Scheune: Ein Denkmal wird wieder aufgebaut

Eine erfreuliche Mitteilung erhielt Landtagsabgeordneter Walter Nussel (CSU) in diesen Tagen. Ein großes Bauprojekt in der Hauptstraße erhält Zuschüsse aus ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Das denkmalgeschützte Gebäude wird derzeit saniert.  Foto: Bernhard Panzer
Das denkmalgeschützte Gebäude wird derzeit saniert. Foto: Bernhard Panzer
+1 Bild
Eine erfreuliche Mitteilung erhielt Landtagsabgeordneter Walter Nussel (CSU) in diesen Tagen. Ein großes Bauprojekt in der Hauptstraße erhält Zuschüsse aus der Landeskasse. So heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Büro des Abgeordneten, der aus dem Herzogenauracher Ortsteil Burgstall kommt.
Gemeint ist das Projekt der Familie Kampe in der Hauptstraße 65. Den Herzogenaurachern ist es besser bekannt als ehemalige Bäckerei Kummeth. Jahrelang stand es leer, bis Besitzer Klaus Kummeth auf der Suche nach einem Investoren den neuen Eigentümer fand. Er hatte das 1534 erbaute Haus auch von Denkmalschützern untersuchen lassen, als er die Idee zur Restauration hatte.
Der neue Eigentümer will die ehemalige Bäckerei mit Wohnungen und die Scheune aufwendig renovieren. Hierfür gibt es nun entsprechende Zuschüsse, da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Herzogenaurach handelt.
Von der Bayerischen Landesstiftung kommen laut Mitteilung von Nussel rund 32 000 Euro an Zuschüssen für die Sanierung. Der Freistaat Bayern mit 58 500 Euro und die Städtebauförderung-Bund mit 90 000 Euro unterstützen das Projekt ebenso mit entsprechenden Zuschüssen, wie ihm mitgeteilt worden sei.


Die ersten Bäcker

In dem Haus residierte einst die älteste "Bäckerdynastie" in Herzogenaurach, die Familie Freudenberger. 1728 kam der "Beckenknecht" Philipp Freudenberger nach Herzogenaurach und wurde ein Jahr später als Meister in die Bäckerzunft der Stadt aufgenommen. So hat es der Heimatforscher Luitpold Maier aufgeschrieben.
265 Jahre führte das Familienunternehmen den Betrieb, zuletzt war es Josef Kummeth, der Vater von Klaus. 1994 war dann Schluss, seit 2006 stand das Haus leer.


Verkauf im August 2015

Klaus Kummeth hat bis 1992 selber in dem alten Haus gewohnt und schon von daher einen besonderen Bezug. "Ich weiß noch, wie wir als Kinder die Mäuse auf dem Dachboden gehört haben", sagte der 45-Jährige, der heute mit seiner Familie in Tuchenbach lebt, im März 2014 im FT-Gespräch.
Im August 2015 hat das Ehepaar Karin und Michael Kampe das Anwesen gekauft. Sowohl Haus als auch Scheune sollen Wohnungen erhalten, wobei die neuen Eigentümer selbst dort einziehen möchten. Darüber hinaus sollen zwei Mietwohnungen entstehen, wie bei der Vorstellung der Pläne gesagt wurde. Auch konnten sich Karin und Michel Kampe einen kleinen Laden vorstellen. bp

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren