Königsberg in Bayern
Bauerntheater 

Eheleben jäh gestört

Herrlich agieren die Uchenhöfer Laienspieler auf ihrer Dorfbühne beim "Frühlingserwachen".
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Aufopferungsvoll bemühen sich Irmtraud Dürr (Sonja Helas - links) und Rosemarie Aumüller (Brigitte Lutz - rechts) um ihre Ehemänner Ernst-Wolfgang (Norbert Weiglein - links) und Hans-Peter (Christian Thein - rechts), um sie bei guter Laune zu halten.
Aufopferungsvoll bemühen sich Irmtraud Dürr (Sonja Helas - links) und Rosemarie Aumüller (Brigitte Lutz - rechts) um ihre Ehemänner Ernst-Wolfgang (Norbert Weiglein - links) und Hans-Peter (Christian Thein - rechts), um sie bei guter Laune zu halten.
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"Frühlingserwachen" heißt das Lustspiel, das die "Junghöfer Dorfbühne" des TSV Uchenhofen an den kommenden Wochenenden im Sportheim des TSV Uchenhofen präsentiert. Dass die Laienspieler in dem Haßfurter Stadtteil mit diesem Lustspiel in drei Akten von Regina Rösch einen guten Griff getan haben, zeigte sich bei der Premiere am Samstag, die bei den Zuschauern sehr gut ankam und von der ersten bis zur letzten Minute viel Spaß und Vergnügen bereitete.


Die Frauen verwöhnen die Männer

In diesem Stück geht es um die Familien Aumüller und Dürr, bei denen, trotz des erwachenden Frühlings, das Leben in seinen geregelten Bahnen weiterläuft. Jeden Abend kommen die beiden Freunde Hans-Peter und Ernst-Wolfgang nach einem harten und stressreichen Arbeitstag mit schmerzenden Füßen erschöpft von der Arbeit zurück. Bereits am Hofeingang werden sie von ihren Ehefrauen Irmtraud und Rosemarie mit Strickweste und Hausschuhen "liebevoll" und aufopfernd empfangen und versorgt.
Das geht so lange gut, bis eines Tages die Nachricht ins Haus platzt, dass in das Nachbarhaus ein neuer Nachbar einzieht. Ab da wird alles anders. Was, das wird hier nicht verraten.


Eine weiß es besser als die andere

Die Lachmuskeln der Zuschauer im voll besetzten Saal kamen in den rund drei Stunden nie zur Ruhe. Ein Gag jagte den anderen, lustige Situationen gab es am laufenden Band. Es war ein Abend, angefüllt mit vielen Witzen, lustigen Versprechern, ereignisreichen Verwechslungen und Missverständnissen.
Hervorragend auf die Bühne gebracht wurde der Stoff von allen Akteuren, denen das Schauspielern selbst, wie die Zuschauer deutlich merkten, viel Spaß machte. Die Laienschauspieler verstanden es wirklich, diesen Spaß an die Zuschauer weiterzugeben. So etwa Hans-Peter Aumüller (Christian Thein) und Ernst-Wolfgang Dürr (Norbert Weglein), die mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchten, ihre uneingeschränkte Vormachtstellung in ihren Ehen zu erhalten und sich von ihren Ehefrauen in jeder Hinsicht bedienen zu lassen.
Dies gelingt anfänglich sehr gut und sie haben ihre Ehefrauen Rosemarie (Brigitte Lutz) und Irmtraud (Sonja Helas) fest im Griff. Schon allein die Verkörperung dieser beiden Paare und ihr Umgang miteinander ist unbedingt sehenswert.
Für Verwirrungen und Dorftratsch sorgen Klara (Elke Ruder) und Gretel (Mariele Engbert). Sie gehen in ihren Rollen voll und ganz auf. Das gelingt auch Manuel Gräf und Armin Helas, die als neue Nachbarn die Harmonie der Familien Aumüller und Dürr gewaltig ins Wanken bringen. Viel Beifall des Publikums war der Lohn für einen lustigen und genussvollen Abend, bei dem Berthold Wolfschmidt Regie führte.

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