Bamberg

Ebensfeld lässt nichts anbrennen

Fussball  Die Mannschaft von Trainer Klaus Gunreben gewinnt das Derby in Rattelsdorf mit 3:0 und bleibt dem FC Coburg auf den Fersen.
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SpVgg Rattelsdorf - TSV Ebensfeld. Ganz wenig Platz ist zwischen dem Rattelsdorfer Julian Lorz (l.), dem Ebensfelder Daniel Alt und dem Ball. Foto: sportpress
SpVgg Rattelsdorf - TSV Ebensfeld. Ganz wenig Platz ist zwischen dem Rattelsdorfer Julian Lorz (l.), dem Ebensfelder Daniel Alt und dem Ball. Foto: sportpress
Bamberg — Die Ebensfelder lassen nicht locker. Nach dem 3:0 gestern beim Aufsteiger und Schlusslicht SpVgg Rattelsdorf überwintern sie als erster Verfolger des FC Coburg in der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West. Der FCC wiederum kam zu einem glücklichen 1:0 bei der SpVgg Ebing (8.). Der SV Merkendorf (4.) musste sich im erweiterten Verfolgerfeld beim TSV Mönchröden (5.) mit 0:1 geschlagen geben. Mit 1:4 verlor der SV Dörfleins (11.) beim TSV Meeder (7.). Der TSV Hirschaid (12.) landete mit dem 1:0 beim FC Mitwitz (3.) einen überraschenden und gleichermaßen wichtigen Auswärtssieg. Nicht zur Austragung gelangten die Partien FC Oberhaid - FC Lichtenfels und SV Memmelsdorf II - TSV Ludwigsstadt.
SpVgg Rattelsdorf -
TSV Ebensfeld 0:3
Im Nachbarderby war von Beginn an der Tabellenzweite aus Ebensfeld die spielbestimmende Mannschaft. Die Begegnung fand fast durchgehend in der Rattelsdorfer Hälfte statt. Der Aufsteiger konnte nicht an seine zuletzt starken Leistungen anknüpfen. Die aggressiven Eben s felder hatten klare Lufthoheit und waren auch im Zweikampf deutlich überlegen. In der 13. Min. gab es die erste Großchance für den TSV, als Vogel mit einen Freistoß aus 25 m an der Latte scheiterte. Auch in der Folge gab es nur Möglichkeiten für Ebensfeld. Das überfällige 0:1 fiel in der 27. Min., als sich Popp nach einen Einwurf im Strafraum durchsetzte und gekonnt ins lange Eck einschoss. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Ebensfeld gleich, als Häublein nach einem Doppelpass mit Popp alleine vor dem Rattelsdorfer Tor auftauchte und in der 51. Min. zum 0:2 traf. Nun zogen sich die offensivstarken Ebensfelder um Popp & Co. etwas zurück. Rattelsdorf konnte ab und an für Entlastung sorgen, für Torchancen reichte es jedoch auch in dieser Phase nicht. Die Ebensfelder hingegen hatten weiterhin die eine oder andere Chance, doch verpassten sie einige Male die endgültige Entscheidung. In der 90. Min. sahen die gut 320 Zuschauer noch das 0:3 durch Häublein, was auch gleichzeitig der hochverdiente Endstand war. Dankbar ist die SpVgg Rattelsdorf Frank Müller, Florian Hofer und vor allem Jürgen Scheuring, die nach dem Rücktritt von Trainer Lorenz Leimbach dafür sorgten, dass der Spielbetrieb ohne Probleme weiterlief.
SpVgg Ebing - FC Coburg 0:1
Im letzten Heimspiel des Jahres mussten die Ebinger eine unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen Tabellenführer FC Coburg hinnehmen. In der ersten Hälfte hatte der Gast ein leichtes Übergewicht, ohne sich aber klare Chancen herauszuspielen. Die wenigen Torschüsse meisterte der Ebinger Schlussmann Michael Endres souverän. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhielten die Gäste einen Freistoß 25 m vor dem Kasten der Spielvereinigung. Der Ball wurde in den Ebinger Strafraum geflankt und von Christian Beetz unhaltbar verwandelt. Im zweiten Spielabschnitt kamen die Gastgeber besser zur Geltung, während man vom Tabellenführer nicht mehr viel sah. Bei den Hausherren vermisste man den fehlenden Torjäger Dippold, weshalb Göller sich gegen die starke Defensive der Coburger nicht entscheidend durchsetzen konnte. Nach gut einer Stunde scheiterte Funk aus sieben Metern, als Gäste-Torwart Knoch seinen aus spitzem Winkel abgegebenen Schuss parierte. In der Schlussphase warfen die Ebinger nochmals alles nach vorn, doch in den entscheidenden Momenten fehlte das Glück gegen eine starke und technisch versierte Coburger Hintermannschaft.
TSV Mönchröden -
SV Merkendorf 1:0
Der Treffer des Tages gelang dem nach vorne geeilten Abwehrchef Wanka in der Schlussphase. Die defensiv eingestellten Merkendorfer hatten ihre einzige nennenswerte Torchance erst in der Nachspielzeit. Schon nach zwei Minuten Aufregung im Wildpark: Einen Schuss von Cannone soll Richter im Strafraum mit der Hand geblockt haben. Den Strafstoß vergab Walter, denn SVM-Torwart Menze parierte hervorragend. Danach hatten die Platzherren über weite Strecken zwar mehr Spielanteile, zwingende Gelegenheiten waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Mönchrödener Angriffe zwingender. Nach einem langen Freistoß von Weinreich scheiterte Friedrich mit dem Kopf erneut am gut aufgelegten Menze (63.). Als die "Mönche" immer mehr am Drücker waren, erzielte Wanka per Kopf in der 78. Min. die verdiente Führung. Bei einer Freistoßflanke von Schneider stand der Torschütze goldrichtig und brachte das Leder über die Linie des SVM-Tores. Walter vergab in einer 1:1-Situation wenig später einen über Schneider gut angelegten Konter. Auch TSV-Schlussmann Schulz war in der Nachspielzeit nochmals gefordert, als er einen platzierten Freistoß von Meyer aus dem Dreieck zur Ecke lenkte. Hervorzuheben ist die gute Leistung des erst 16-jährigen Schiedsrichters aus Bayreuth.
FC Mitwitz -
TSV Hirschaid 0:1
Die Mitwitzer erspielten sich vom Anpfiff weg ein optisches Übergewicht, ohne sich jedoch zunächst Torchancen herauszuarbeiten. Die zahlreichen Bälle in den Strafraum waren jeweils sichere Beute des Hirschaider Torstehers Rippstein. In der 17. Min. der erste Aufreger des Spiels: Nach schöner Vorbereitung von Matthias Dötschel setzte Tobias Martin den Kopfball am Tor vorbei. Aus heiterem Himmel folgte die erste Torchance für die Gäste, nach einem Freistoß retteten aber der Pfosten und Keeper Jan Winterstein für den FCM (29. Min.). Nur drei Minuten später hatte Bermudez Catalan die TSV-Führung auf den Schlappen, solche Gelegenheiten lässt er sich normal nicht entgehen (32.). Nach einem Missverständnis in der FCM-Defensive die nächste gute Chance für den TSV Hirschaid: Stefan Bartilla nahm die Einladung aber nicht an (35.). Folgerichtig gingen die Gäste aber trotzdem mit einer Führung zum wärmenden Pausentee. In der 45. Min. wurde Bermudez Catalan mustergültig von Stefan Bartilla bedient, und der ließ sich nicht zwei mal bitten, nicht unverdient. Nach einer Stunde lief Benedikt Zenglein alleine auf Torhüter Jan Winterstein zu, der aber clever die Chance vereitelte. Während der TSV nun seine Führung ohne Mühe verwaltet,e agierten die Mitwitzer weiter sehr ideenlos, meist mit hohen Bällen in den Strafraum. Gute 20 Minuten vor dem Abpfiff fast doch der Ausgleich, Patrick Rippstein parierte aber aus kurzer Distanz gegen Joker Dominic Fischer (68.). In der Schlussphase schleppte sich das Spiel gemeinsam mit den beiden Teams in Richtung Winterpause, der Akku schien bei allen Spielern leer zu sein.
TSV Meeder - SV Dörfleins 4:1
Beide Teams versuchten sofort, mit hohem Tempo das Spiel an sich zu reißen. Auf dem schwer zu bespielenden Platz überwog das kämpferische Element. In der 11. Min. fiel das verdiente 1:0 durch Knoch. Wächter setzte sich über rechts mit Hilfe eines gegnerischen Abwehrspielers durch und bediente im Fünfmeterraum den Stürmer, der den Ball ins Tor drückte. Der Treffer war für die Dörfleinser wie ein Weckruf. Die Heimelf ließ sich immer mehr in die Defensive drängen. Den verdienten Ausgleich erzielte Martin in der 36. Min.: Ein raffinierter Heber vom linken Strafraumeck senkte sich unhaltbar über Torwart Komm ins lange Eck. Bis zur Pause bestimmte weitgehend der SV Dörfleins die Partie. Auch nach der Pause wirkte der Gast entschlossener und übernahm die Initiative. Der TSV hatte alle Mühe, seinen Kasten sauberzuhalten. Die Wende wurde in der 56. Min. eingewechselt. Müller kam für den angeschlagenen Knoch. Die 65. Min. geriet zum Startpunkt der "Müller-Schau", als er aus spitzem Winkel vier Meter vor dem Gehäuse noch am Torwart scheiterte. Nur vier Minuten später die Führung: Nach einem Zuckerpass von Wunsch traf Müller überlegt aus acht Metern ins Tor. Weil es so schön war, wiederholten die beiden zwei Minuten später den Spielzug, und es stand 3:1 (71. Min.). In der 74. Min. "müllerte" es fast schon wieder, doch wurde er diesmal im Strafraum regelwidrig vom Ball getrennt. Der aufmerksame Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Seemann verwandelte sicher zum 4:1. Das Spiel war entschieden und der SV Dörfleins musste trotz guter Leistung vor der überragenden Leistung eines Benni Müller passen.

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