Ebelsbach

Ebelsbach bietet ab Pfingsten eine Ferienbetreuung für die Kinder an

Ein Antrag auf Übernahme von Schülerbeförderungskosten für die Realschüler nach Eltmann sowie eine Ferienbetreuung in den Pfingstferien und "großen Ferien" ...
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Ein Antrag auf Übernahme von Schülerbeförderungskosten für die Realschüler nach Eltmann sowie eine Ferienbetreuung in den Pfingstferien und "großen Ferien" standen auf der Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderates von Ebelsbach. Während schon heuer die Ferienbetreuung angeboten werden soll, wurde der Punkt Übernahme von Beförderungskosten zurückgestellt.
Zweiter Bürgermeister Martin Horn (SPD) legte vor Eintritt in die Tagesordnung den Antrag auf den Tisch, die Entscheidung auf Übernahme von Schülerbeförderungskosten zurückzustellen. Man sollte diese auf sichere Füße stellen, sagte er.
Gemeinderätin Hedi Kraft (CSU) hielt dagegen, dass man eigentlich lange genug Zeit hatte, denn der Antrag sei von der CSU-Fraktion am 19. September 2015 eingereicht worden. Alle Fragen hätten geklärt werden können.
Bürgermeister Walter Ziegler (BNL) widersprach dem Vorwurf, die Verwaltung habe bei der Vorbereitung des Themas nicht richtig gehandelt. Bei zwei Gegenstimmen beschloss der Rat, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen. Gleichzeitig legte das Gremium fest, dass aus jeder Fraktion ein Vertreter bei einer Runde dabei sein soll, um einen Konsens zu erzielen. Diese Besprechung findet am 2. April (Samstag) um 9 Uhr mit Martin Horn (SPD), Christian Zehendner (CSU) und Andreas Hoch (BNL) statt.
Ein weiteres Thema war die "Ferienbetreuung für Schulkinder", die seit längerer Zeit von Vertretern der CSU gefordert wird. Bürgermeister Ziegler teilte mit, dass man vor drei Wochen in einer kleinen Runde zusammen war, um das Angebot abzuklären. Hier sei es um die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde und Praktikantinnen der Fachakademie für Sozialpädagogik in Haßfurt und Bamberg gegangen. Außerdem wolle man noch Vereine fragen, ob sie sich eine Unterstützung vorstellen könnten.
Hinsichtlich der Notwendigkeit gebe es keine Frage, denn viele Eltern seien beruflich darauf angewiesen. Man werde deswegen eine Betreuung durchgehend anbieten müssen und wolle heute eine Grundsatzentscheidung über Umfang, Zeit und Kosten herbeiführen.
Der Gemeinderat Ebelsbach beschloss, in den Pfingstferien und in den Sommerferien eine Ferienbetreuung für Schulkinder anzubieten. Für die Teilnahme an der Betreuung ist eine Gebühr von 30 Euro pro Woche von den Eltern zu zahlen (für Geschwisterkinder 20 Euro). Die Betreuung soll von 7.30 bis 16 Uhr stattfinden. Zusatzkosten kämen dazu für Mittagessen mit drei Euro pro Tag sowie für besondere Freizeitaktivitäten.
Der Bürgermeister schlug vor, über einen Fragebogen die Wünsche der Eltern hinsichtlich der Öffnungszeiten und weiterer Details in Erfahrung zu bringen. Die Umfrage sollte bis Ostern erarbeitet werden. Das wurde einmütig vereinbart.


Sieben zu sieben

Eine längere Diskussion ergab sich um das Bauvorhaben "Aufstellung eines Imbisswagens mit Lagerraum" in der Ebelsbacher Bahnhofstraße. Die Gemeinderäte Martin Wasser und Susanne Langer (beide CSU) monierten, dass man nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden wolle und solche Vorhaben nicht nachträglich genehmigen sollte.
Gemeinderat Helmut Zirnsak (BNL) erinnerte daran, dass man dem Bauwerber schon im Gewerbegebiet ein Grundstück verkauft habe und sein Bauvorhaben doch damit verknüpft werden könnte. Auf der anderen Seite sollte man ihm nichts verbauen und nach einem Kompromiss suchen, regte er an.
Zur Abstimmung kam der Grundsatzbeschluss, dem Bauwerber das Einvernehmen zu erteilen. Mit 7:7 Stimmen führte dies aber zur Ablehnung des Beschlussvorschlags. In einem weiteren Beschluss stimmte der Rat dem Antrag mit einer Befristung auf ein Jahr mit 10:4 Stimmen zu.
Bürgermeister Walter Ziegler informierte über sein Vorgehen hinsichtlich des Antrages aus der CSU-Fraktion, in der Ortsdurchfahrt von Ebelsbach für Fußgänger Überquerungshilfen anzulegen. Er habe dies mit dem Straßenbauamt besprochen, erklärte Ziegler. Danach sei ein Übergang im Bereich des Sportgeländes wegen der dortigen Abbiegespuren schwierig. Anders sei es aber im Bereich der Kirche, wo eine Verkehrsschau mit der Verkehrsbehörde und der Polizei stattfinden sollte. Aber auch hier sei eine praktikable Lösung nicht einfach. Aber man wolle am Ball bleiben.


19 Flüchtlinge

Gemeinderat Werner Schöpplein (BNL) gab einen kurzen Bericht zur Situation der Asylbewerber in der Gemeinde. Derzeit seien im Schloss Gleisenau 19 Personen untergebracht und zwei von ihnen besuchen die Berufsschule. Zehn Personen seien bisher anerkannt worden und fünf von ihnen müssten nun eigentlich aus der Einrichtung. Für sie werde dringend Wohnraum benötigt.
Der Gemeinderat Helmut Schöpplein (CSU) berichtete von einem Informationsabend von Eltern der Mittagsbetreuung. Hier wurde nach seinen Angaben geäußert, dass derzeit 39 Kinder betreut werden und maximal noch fünf bis zehn aufgenommen werden könnten. gg






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