Wirsberg

Duo versprüht Harmonie pur

Die Sopranistin Polly Ott und der Gitarrist Stefan Degel begeisterten das Publikum in der Wirsberger St.-Johannis-Kirche.
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Die Sopranistin Polly Ott und der Gitarrist Stefan Degel überzeugten bei ihrem Liederabend mit klassischen, aber auch zeitgenössischen Werken großer Komponisten.  Foto: Werner Reißaus
Die Sopranistin Polly Ott und der Gitarrist Stefan Degel überzeugten bei ihrem Liederabend mit klassischen, aber auch zeitgenössischen Werken großer Komponisten. Foto: Werner Reißaus
Es war ein besonderer Musikgenuss, den die Sopranistin Polly Ott (29) und der Gitarrist Stefan Degel (25) den Besuchern des Liederabends in der St.-Johannis-Kirche boten. Das Duo, das schon zum zweiten Mal in Wirsberg gastierte, hat sich einst beim Studium in Berlin gefunden und tritt seit zwei Jahren gemeinsam auf. "Mit Luft nach oben", wie Stefan Degel feststellte, der seine Wurzeln in Kulmbach hat.
Die Besucher bekamen romantische und zeitgenössische Werke zu hören. Sie spürten vom ersten Augenblick an, dass sich Polly Ott und Stefan Degel musikalisch sehr gut verstehen und harmonisch aufeinander abgestimmt sind.


Abitur am MGF-Gymnasium

Stefan Degel begann noch als Abiturient am MFG-Gymnasium in Kulmbach, sich intensiv mit der klassischen Gitarre auseinanderzusetzen. Zwei Jahre besuchte er die Berufsfachschule für Musik in Kronach, die er mit Auszeichnung abschloss. Seit 2012 studiert er an der Hochschule für Musik "Hans Eisler" in Berlin. Danach will er als freischaffender Künstler arbeiten.
Degel hat zwei Herzen in seiner Brust. Er liebt die klassische Musik, aber auch Pop und Rock. "Ich habe bislang immer versucht, diesen Brückenschlag hinzubekommen", sagt er.
Die beiden eröffneten den Liederabend mit zeitgenössischen Werken von Edvard Grieg aus Norwegen und Claude Debussy, einem französischen Komponisten, dessen Musik als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne gilt.


Spanische Hirtenlieder

Auch Volkslieder des bedeutenden englischen Komponisten Benjamin Britten brachten Ott und Degel zu Gehör, bevor es mit Werken des Spaniers Lorenzo Palomo weiterging. Dessen Liebes- und Hirtenlieder aus dem 16. und 17. Jahrhundert haben es Degel besonders angetan: "Sie fesseln besonders durch ihre enorme Einfachheit. Es geht dabei immer um die Liebe. Das sind Lieder, die Reinheit und Zärtlichkeit ausstrahlen."
Klassische Musik des Brasilianers Heitor Villa-Lobos bildete den Abschluss eines eindrucksvollen Liederabends.


Zuhörer fordern Zugabe

Natürlich kamen Polly Ott und Stefan Degel um eine Zugabe nicht herum.
Mit kleinen Präsenten bedankte sich Pfarrer Peter Brünnhäußer: "Ihr habt uns mit eurer Musik in verschiedene Jahrhunderte aus verschiedenen Ländern hineingeführt und eine Freude bereitet."

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