LKR Kulmbach

Drogenfahrt wurde für 32-Jährigen teuer

Artikel drucken Artikel einbetten
von unserem Mitarbeiter 
Stephan Herbert Fuchs

Kulmbach/Stadtsteinach — Diese Drogenfahrt kam einen 32-jährigem Mann aus Stadtsteinach teuer zu stehen: Weil er mit seinem Auto am Pfingstmontag dieses Jahres in Stadtsteinach von der Polizei kontrolliert wurde, dabei unter Drogen stand und sogar noch einen kleinen Brocken Haschisch bei sich hatte, ist er jetzt vom Amtsgericht verurteilt worden.
Für das Haschisch in der Tasche gab es 50 Tagessätze zu jeweils 30 Euro (1500 Euro), für die Drogenfahrt eine Geldbuße in Höhe von weiteren 1000 Euro, außerdem muss der Mann drei Monate lang auf seinen Führerschein verzichten.


"Stress ohne Ende"

Vor Gericht räumte der Angeklagte unumwunden alles ein. Er habe Haschisch konsumiert und sei mit dem Auto gefahren. Hintergrund sei "Stress ohne Ende", wie er es ausdrückte, Stress mit der Familie, mit der Ex-Frau, im Job und so weiter.
Schon Anfang Oktober steht eine weitere Verhandlung vor dem Amtsgericht in Hof an. Auch dabei geht es um eine Fahrt unter Drogeneinfluss. "Es tut mir alles sehr leid", sagte der Mann. Er bekräftigte aber auch, dass er auf dem Weg der Besserung sei. Zum einen sei er mittlerweile geschieden, zum anderen sei er von den Drogen "komplett weg".


Zittern und glasige Augen

Das Kennzeichen ist ihm schon aufgrund des Verstoßes keine vier Wochen zuvor bekannt gewesen, sagte der als Zeuge geladene Polizist, der den Mann damals zusammen mit einem Kollegen in Stadtsteinach kontrolliert hatte. Der Angeklagte habe alle typischen Symptome von Drogeneinfluss gezeigt: rote glasige Augen, Zittern und einen kaum zu bändigenden Redefluss. Nachdem ein Urintest positiv war, habe er eine Blutprobe veranlasst und dann in der Lederjacke auch noch die Restmenge Haschisch gefunden und sichergestellt. "Er hat sich anständig und kooperativ verhalten", hielt der Polizist dem Angeklagten zugute.
Zu Lasten ging dagegen das Vorstrafenregister. Zwei Verurteilungen gab es da, einmal zu 1200 Euro wegen eines Drogendelikts 2009 in Kronach, ein zweites Mal zu 600 Euro wegen Fahrens trotz Fahrverbots 2011 in Hersbruck. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte die letztlich auch verhängten Strafe von 1500 Euro wegen des Drogenbesitzes sowie die Geldbuße von 1000 Euro wegen des "Führens eines Kraftfahrzeugs unter dem Einfluss berauschender Mittel", wie es im Bußgeldkatalog offiziell heißt. Daneben sprach das Gericht eine Führerscheinsperre von drei Monaten aus.
Richterin Sieglinde Tettmann hielt dem Angeklagten sein Geständnis zugute und auch, dass er Reue und Einsicht gezeigt habe. Für den Angeklagten steht nun schon bald das nächste Verfahren vor dem Hofer Amtsgericht an.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren