Ailsbach

Drei Tage Party in Ailsbach

Fest  Die Ailsbacher zeigten bei ihrer Kerwa wieder viel Zusammengehörigkeitsgefühl. Damit auch die Jugend an die Tradition herangeführt wird, stellten die Kinder erstmals einen eigenen Baum auf.
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Die "Kinderfichte", die heuer zum ersten Mal bei der Kerwa in Ailsbach aufgestellt wurde, war zwölf Meter lang.  Fotos: Sonja Werner
Die "Kinderfichte", die heuer zum ersten Mal bei der Kerwa in Ailsbach aufgestellt wurde, war zwölf Meter lang. Fotos: Sonja Werner
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von unserer Mitarbeiterin Sonja Werner

Ailsbach — Erstmals einen Kinderbaum gab es in Ailsbach am Samstag zur Kirchweih und der stand aber ruck-zuck. Rund 15 Kinder wuchteten die zwölf Meter lange Fichte in die Höhe, gekonnt wie die "Alten" und nur mit ganz wenig Unterstützung.
Warum heuer ein Kinderbaum? "Ist doch klar - weil Kerwa is" entschied der junge Alexander für alle. Die Vorstandschaft Verein Dorfgemeinschaft Hirtenhaus Ailsbach, der die Kerwa organisiert, stimmte dem natürlich zu, hatte jedoch noch einen banaleren Grund: "Wir brauchen schließlich auch Nachwuchs", sagt Sascha Link, Zweiter Vorstand schmunzelnd. "Die Kinder sollen langsam herangeführt werden an unsere Tradition und das Gemeinschaftserleben genau so empfinden wie wir."
Tatkräftig unterstützt wurde dieser Gedanke von Nina Gromhaus, Ehefrau des Ersten Vorstands und von Jasmin Siegfried, Lonnerstadts Jugendpflegerin, die zusammen mit anderen Damen die Jugend anleiteten. Die Kinderfichte fand viel Zustimmung und der Stolz, dass sie wesentlich schneller waren als die Großen, strahlte dem Nachwuchs aus den Augen. Ausgesucht hatten sie sich ihren Baum übrigens selbst - der von den Großen beim Einholen vorgeschlagene war ihnen zu mickrig gewesen.
Zur Ehrenrettung der "Ortsburschen" - das sind in Ailsbach alle Männer, die sich am Baum aufrichten beteiligen - muss jedoch gesagt werden, dass ihre Fichte mehr als doppelt so lang und entsprechend schwerer und unhandlicher war. Auch wenn ihnen das Schmücken der Krone in fränkischem Rot-Weiß von den Kindern abgenommen wurde - es musste doch auch einiges an Vorarbeit geleistet werden. Das Straßenschild vor dem Hirtenhaus musste kurzzeitig beiseite gelegt werden, sonst wäre man nicht an das Loch für den Baum herangekommen. Nach getaner Arbeit wurde natürlich alles wieder gerichtet wie vorher.
Zusammengehörigkeitsgefühl zeigten die Ailsbacher auch an den anderen Kirchweihtagen von Freitag bis Sonntag. Es wird wohl wenige gegeben haben, die an diesen Tagen nur daheim gegessen haben. Kesselfleisch, Karpfen, Bratwürste, Schnitzel, Sonntagsbraten - es gab immer eine große Auswahl für alle.
Die Jungen mixten am Samstag noch Cocktails von Kindern für Kinder, am Sonntag konnten sie an einem Kickerturnier teilnehmen. Drei Tage Kirchweih - das war wieder einmal eine Gelegenheit, bei der das Gemeinschaftserlebnis im Lonnerstädter Ortsteil so richtig zur Geltung kam.

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