Röttenbach

Drei Mehrfamilienhäuser sollen zusätzlichen Wohnraum an der Hauptstraße schaffen

von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger Hemhofen — "Auch Gegensätze können harmonisch sein", meinte Thomas Koch (FW) und zielte damit wohl auf das alte Schloss in der Nähe ab. Der Hem...
Artikel drucken Artikel einbetten
Links die Sparkasse, rechts die Raiffiesenbank: Jetzt soll der alte Flachbau neuen Mehrfamilienhäusern weichen. Im Vordergrund verläuft die Hemhofner Hauptstraße. Foto: Evi Seeger
Links die Sparkasse, rechts die Raiffiesenbank: Jetzt soll der alte Flachbau neuen Mehrfamilienhäusern weichen. Im Vordergrund verläuft die Hemhofner Hauptstraße. Foto: Evi Seeger
von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Hemhofen — "Auch Gegensätze können harmonisch sein", meinte Thomas Koch (FW) und zielte damit wohl auf das alte Schloss in der Nähe ab. Der Hemhofner, der in Bauangelegenheiten immer ein gewichtiges Wort mitzureden hat, fand die Planung von drei Mehrfamilienhäusern auf dem Wersal-Grundstück an der Hauptstraße "passt".
Mitte September hatten die Räte daran noch Einiges auszusetzen gehabt und den Bauantrag mit Stimmengleichheit abgelehnt. Vor allem wollten sie entlang der Straße einen bebauungsfreien Streifen haben.
Jetzt lag dem Bauausschuss eine Tekturplanung vor. Darin war der Abstand zur Staatsstraße größer und einige Maße waren geändert worden. Die auf dem Areal zwischen Sparkasse und Apotheke geplanten Häuser sind drei- und zweigeschossige Gebäude mit Flachdach. Koch bezeichnete sie als "moderne, kubische Gebäude".
Durch einen Investor geplant, sollen insgesamt 22 Wohnungen entstehen. Landratsamt, Kreisbaumeister und das Staatliche Bauamt hätten keine Einwände gegen die Planung, ließ Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) wissen. Auch die nachgewiesenen 31 Stellplätze wären ausreichend. Einige Gemeinderäte könnten sich im Erdgeschoss ein Café oder Ähnliches vorstellen.
Konrad Großkopf (SPD) votierte als Einziger gegen die Pläne: "Unsere Altvorderen haben es nicht geschafft, ein ordentliches Ortszentrum entstehen zu lassen, und wir lassen etwas zu, das keinerlei Konzept erkennen lässt." Er sei mit einer Vision angetreten, wie sich Hemhofen entwickeln könne. In das Areal werde "einfach etwas reingesetzt", ohne dass etwas Harmonisches wachsen könne.
Bürgermeister Nagel erinnerte daran, "dass wir eine städtebauliche Verdichtung wollten". Dem einen gefalle ein Flachdach, dem anderen ein Satteldach. Wolle man das nicht, müsse man alles ganz genau vorschreiben. "Das passt da gut hin", fand auch Gerhard Kerschbaum (CSU). Schließlich wolle man junge Leute anziehen und die hätten eben andere Ansichten. "Wir brauchen Wohnraum", stellte auch Lutz Bräutigam (Grüne) fest. Wie in anderen Kommunen auch, seien frühere Gewerbe "weggestorben", die freien Flächen böten sich für Wohngebäude an.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren