Litzendorf

Doppelsporthalle rückt näher

Anfang 2018 erwartet man in Litzendorf den endgültigen Förderbescheid für das knapp fünf Millionen teure Großprojekt. Dann sollen im Frühjahr die Ausschreibungen und der Baubeginn erfolgen.
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Entwurf der geplanten Doppelschulsporthalle in Litzendorf  Grafik: Gemeinde Litzendorf
Entwurf der geplanten Doppelschulsporthalle in Litzendorf Grafik: Gemeinde Litzendorf
Schon seit Jahren plant die Gemeinde eine Doppelschulsporthalle in Litzendorf. Jetzt scheint die Realisierung in greifbare Nähe gerückt zu sein. Geplant ist eine Halle mit 28 mal 32 Metern und einer Höhe von sieben Metern. Sie wird an die bestehende Schulsporthalle mittels eines behindertengerechten Verbindungsganges "angedockt". 7300 Quadratmeter Grund konnten bereits erworben werden. Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) erinnerte in seinem Rückblick in der jüngsten Gemeinderatssitzung an die ersten Sondierungsgespräche mit Standortsuche und Grundstücksverhandlungen schon 2007, Verhandlungen mit dem BLSV, zahlreichen Abstimmungsgesprächen und Planungen, bis es letztendlich im letzten Jahr zum Durchbruch gekommen ist. Mit einem Schreiben vom Juli 2016 wurde der Bedarf einer Doppelschulsportanlage mit 20 Sportklassen anerkannt.
Derzeit wäre eine 60-prozentige Förderung des Großprojekts möglich. Diese würde eine staatliche Bezuschussung von 2,2 Millionen Euro bedeuten. Die aktuelle Kostenkalkulation beläuft sich auf rund 4 880 000 Euro. 2,5 Millionen Euro an Eigenmittel hat die Gemeinde für das Projekt mittlerweile angespart. Bürgermeister Möhrlein betonte, dass für das Projekt keine Entnahme aus dem laufenden Haushalt notwendig ist und andere Projekte nicht verschoben werden müssen. Darüber hinaus ist für ihn die Doppelhalle ein wichtiger Standortfaktor und bringt "einen großen Mehrwert für die Gemeinde und die ortsansässigen Vereine".
Das beauftragte Büro Architekturbüro Jungkunst + Partner (Bamberg) soll nun die Eingabeplanung und den Bauantrag fertigstellen. Die Gemeinde will zeitnah einen Bebauungsplan aufstellen und die notwendigen Planungen abstimmen. Anfang 2018 erwartet man in Litzendorf den endgültigen Förderbescheid, dann sollen im Frühjahr die Ausschreibungen und der Baubeginn erfolgen.


Knapp 40 neue Baurechte

Gerhard Wittmann vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung Wittmann, Valier und Partner aus Bamberg stellte den Räten den neuen Bebauungsplan für das Gebiet "Tanzwiesen-West" vor. Zuvor mussten Beschlüsse des Gemeinderats aus dem Jahr 2011 für dieses Baugebiet aufgehoben werden. Diese waren nicht vollzogen und vom Architektenbüro aus Kulmbach nicht weitergeführt worden. Es sollen nun auf einer Fläche von 2,66 Hektar circa 39 Baurechte entstehen. In diesem Baugebiet wird es nur wenige Festlegungen geben, um so neuen Wohnformen und aktuellen Bautrends Raum zu geben. Bei den Wohngebäuden ist lediglich eine maximale Trauf- und Firsthöhe vorgegeben. Der Gemeinderat will damit auch verhindern, dass bei zukünftigen Bauvorhaben immer wieder Befreiungen vom Bebauungsplan erteilt werden müssen.


Dikussion um Jugendarbeit

Ausführlich diskutierte der Gemeinderat über die örtliche Jugendarbeit - ausgehend von einem Antrag der SPD-Fraktion, die Kooperation mit dem Jugendarbeits-Modell (Jam) des Vereins Iso auszusetzen. Zweiter Bürgermeister Clemens Wölfel (SPD) begründete den Antrag damit, dass die Kosten für die Jugendpflegerin Carmen Somrei zu hoch seien und er zur Zeit keinen Bedarf für eine offene Jugendarbeit sehe. Für ihn wäre das Geld bei den örtlichen Vereinen und ihrer Jugendarbeit besser angelegt. Anschließend diskutierten die Räte ausführlich darüber, ob und wie professionelle Jugendarbeit klassifiziert und wie der Erfolg gemessen werden könne. Gleichzeitig wurde davor gewarnt, die "eine Jugendarbeit mit der anderen Jugendarbeit" zu vergleichen bzw. gegeneinander auszuspielen Darüber hinaus stellte man die Frage, inwieweit die Jugendarbeit anders organisiert werden sollte. Letztendlich verständigte sich der Rat darauf, den Tätigkeitsbericht von Carmen Somrei abzuwarten und dann fristgerecht zu entscheiden.
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