Herzogenaurach

Dienstleistung mit dem "Schilda-Effekt"

Wer kennt nicht die Geschichte von den braven Schildbürgern, die Sonnenlicht per Säcke in das neu erbaute Rathaus trugen, um Licht ins Dunkel zu bringen, da die Baumeister vergesse...
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Wer kennt nicht die Geschichte von den braven Schildbürgern, die Sonnenlicht per Säcke in das neu erbaute Rathaus trugen, um Licht ins Dunkel zu bringen, da die Baumeister vergessen hatten, Fenster ins Rathaus einzubauen?
Genau so muss der Herzogenauracher Bürger sich fühlen, wenn er auf der Internetseite erkennt, dass sein Heim optimal geeignet ist, um sich eine Photovoltaikanlage auf das Dach zu setzen. Denn gute Bedingung heißt noch lange nicht, dass die Umsetzbarkeit gewährleistet ist.
Es ist irgendwie wie der fiese Onkel, der dem Kleinkind den Lutscher vor die Nase hält, laut brüllt: "Probier mal" , und dann in letzter Sekunde den Lutscher wieder wegzieht. Ätschibätsch! Doch keine Solaranlage!
Ja, es lässt sich trefflich über den Denkmal- und damit verbundenen Ensembleschutz diskutieren. Offensichtlich passen Fortschritt, Umweltbewusstsein und Historie nicht zusammen. Entwicklung ist immer mit Einschnitten vorhanden.
Offensichtlich ist es leichter, irgendwelche Windräder in die schönsten Landschaften zu pflanzen, um das Naturbewusstsein inklusive der schönen Ansicht zu zerstören, als im "Kulturgut" Stadt Veränderungen hinzunehmen.
Aber lassen Sie mich eine Prognose wagen: Es wird gar nicht mehr so lange dauern, da wird der Druck, Energie aus anderen Quellen denn den herkömmlichen Quellen zu beziehen, deutlich steigen. Dann wird es recht schnell gehen, neue Flächen zu finden, um dort Solar- oder welche Panels auch immer aufzurichten. Denn der schildasche Versuch mit dem Licht in den Säcken ist bekanntermaßen gescheitert.

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