Forchheim

Die spirituellen Ursprünge des Annafests

Sie gehören seit Jahrzehnten zu den treuen Wallfahrern, die zur Gnadenstätte der Heiligen Mutter Anna nach Weilersbach pilgern: die Gläubigen der Pfarrei St...
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Die Wallfahrer kommen aus dem Auerbergwald und ziehen Richtung Kirche.  Foto: Heidi Amon
Die Wallfahrer kommen aus dem Auerbergwald und ziehen Richtung Kirche. Foto: Heidi Amon
Sie gehören seit Jahrzehnten zu den treuen Wallfahrern, die zur Gnadenstätte der Heiligen Mutter Anna nach Weilersbach pilgern: die Gläubigen der Pfarrei St. Anna Forchheim. Es ist bereits Tradition, dass sie sich alljährlich eine Woche vor dem Beginn des Annafests in Weilersbach auf den Weg dorthin machen.
So auch heuer: Schon von weitem hörte man ihre Gebete und Gesänge durch den Auerbergwald hallen, als sie sich dem Wallfahrtsort näherten und beim örtlichen Kindergarten den Schutz des Waldes verließen. Da hatten die Pilger an die sechs Kilometer hinter sich. Gemeinsam mit den bereits wartenden Pilgern, die per Auto angereist waren, zogen rund 50 Frauen und Männer in die Wallfahrtskirche Alt-St.-Anna ein, wo sie von Wallfahrtspfarrer Oliver Schütz begrüßt wurden. Begleitet wurden sie dabei von Ministranten und der Forchheimer St.-Anna-Seniorenbläsergruppe. Nach der Eucharistiefeier waren die Pilger zum Verweilen im Kirchenvorhof bei Gegrilltem und Getränken eingeladen.
"Die kleine Wallfahrt ist jedes Mal ein frommes religiöses Erlebnis", sagte Klaus Riedelberger, dessen Ehefrau Maria bei den Stationen die Betrachtungen vorträgt. Die Lieder wurden von Rüdiger Freund angestimmt. Mit dieser Wallfahrt möchten die Gläubigen auch an die Entstehung des Forchheimer Annafestes erinnern, so Riedelberger. Seit 1985 finde diese nun statt. Damals habe der Pfarrgemeinderat beschlossen, diese Wallfahrt wieder aufleben zu lassen.


Über 300 Jahre alt

Nach Aufzeichnungen des ehemaligen Seelsorgers von St. Anna Weilersbach, Monsignore Adolf Schrenk, reichen deren Wurzeln bis 1653 zurück. Damals waren die Forchheimer die Ersten, die in großen Prozessionen nach Weilersbach wallten.
Somit ist die Forchheimer Wallfahrt nach Weilersbach weit über 300 Jahre alt. Auf dem Rückweg machten die Pilger im Kellerwald Rast und stärkten sich bei Bier und einer Brotzeit. Das war das Samenkorn des heutigen blühenden Annafests: Die Wallfahrt zur Gnadenstätte der Heiligen Mutter Anna. Viele wissen es noch, viele wissen es nicht genau und so mancher hat davon überhaupt noch nichts gehört. Es wäre schade, sollte dies alles in Vergessenheit geraten.

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