Haßfurt

Die konstante Leistung wird vermisst

Vor der Abstiegsrunde sprechen Trainer Martin Reichert und Sportlicher Leiter Andreas Kurz über die Lage beim ESC Haßfurt. Ein Problem waren die vielen Ausfälle, doch die Verantwortlichen hoffen in dieser Beziehung auf Besserung.
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Auf lautstarke Unterstützung durch die treuen Fans hoffen die Haßfurter "Hawks" bei der erneut anstehenden "Mission Klassenerhalt". Bereits am Montagabend wollen viele Schlachtenbummler das Team beim VER Selb 1b unterstützen.  Foto: Ralf Naumann
Auf lautstarke Unterstützung durch die treuen Fans hoffen die Haßfurter "Hawks" bei der erneut anstehenden "Mission Klassenerhalt". Bereits am Montagabend wollen viele Schlachtenbummler das Team beim VER Selb 1b unterstützen. Foto: Ralf Naumann
Der berühmte "Satz mit X". Für die Haßfurter "Hawks" gilt "das war wohl nix" bereits im zweiten Jahr in Folge. Wieder verpasste der ESC Haßfurt die sportlich und auch finanziell attraktive Aufstiegsrunde der Eishockey-Landesliga, wieder müssen sich die Spieler um Kapitän Max Hildenbrand in einer Abstiegsrunde den Klassenerhalt erst noch erarbeiten. ESC-Trainer Martin Reichert sowie der amtierende Sportliche Leiter Andreas Kurz nehmen wenige Tage vor dem Start der "Hawks" beim VER Selb 1b am Montagabend Stellung zur aktuellen Situation.
Frage: Einen Platz besser als im Vorjahr war das ursprünglich angepeilte Ziel beim ESC Haßfurt in dieser Saison. Am Ende fehlten aber sogar fünf Punkte, um sich zumindest noch als Vierter für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Stattdessen geht es nun wieder um den Klassenerhalt. Wie groß ist die Enttäuschung?
Martin Reichert: Nicht wirklich groß, nachdem bereits aus der Vorbereitung längere Verletzungspausen für einige Leistungsträger entstanden sind und diese Situation bis zum Schluss der Vorrunde nicht wirklich besser wurde. Die einzelnen Ergebnisse während der Vorrunde zeigen deutlich, wie knapp der Ausgang in jeder Partie war. Die Mannschaft konnte zwar nicht in jeder Partie ihr optimales Leistungsvermögen abrufen, aber am Einsatzwillen konnte man zu keiner Zeit etwas beanstanden."

Worin sehen Sie die Hauptgründe für das durchwachsene Abschneiden in der Vorrunde?
Andreas Kurz: Wie bereits vor der Saison angemerkt, haben wir es nicht geschafft, konstant zu spielen. Ausnehmen möchte ich hierbei explizit Torwart Martin Hildenbrand und den größten Teil unserer Abwehrspieler. Das bestätigt auch ein Blick auf die Statistik der Tabelle. Hinten lag heuer unser Problem nicht. Auch ein Blick auf die Spiel-
ergebnisse sagt alles. Die meisten unserer verlorenen Spiele wurden mit einem oder zwei Toren Unterschied beendet.

Was muss sich in der Abstiegsrunde, die mit Sicherheit erneut eine ganz schwere Aufgabe darstellt, ändern?
Reichert: Wir hoffen, dass bis zu unserem ersten Spiel am 26. Dezember wieder alle Spieler uneingeschränkt einsatzfähig sind. Die Bereitschaft unserer Mannschaft wird wie in der Vorrunde immer vorhanden sein.

Erst am zweiten Feiertag starten die "Hawks" in die Abstiegsrunde, wieder mit einem Spiel in Selb. Warum?
Kurz: Die Termintagungen gestalten sich sehr schwierig. Der Verband gibt Spieltermine vor, bei denen im Grunde nur noch über die Uhrzeiten verhandelt wird. Wunschtermine, wie etwa ein Heimspiel an Weihnachten, können nur noch schwer umgesetzt werden. Das liegt natürlich auch daran, dass mit Nürnberg, Selb, Bad Tölz und Straubing gleich vier DEL- oder Oberligastandorte in unserer Gruppe sind. Da sind freie Eiszeiten Mangelware.
Reichert: Die Vorgabe der Spieltage ist jedoch aus unserer Sicht angebracht, um lange Diskussionen bereits im Vorfeld zu unterbinden.

Haben Sie Bammel vor dem Start, nachdem der Auftakt im Vorjahr mit drei Niederlagen gewaltig in die Hose ging? Wer ist aus ihrer Sicht Favorit und warum?
Reichert: Bammel ist natürlich fehl am Platz. Aber Respekt vor jedem Gegner ist ganz natürlich und auch angebracht. Es gibt aus unserer Sicht keinen Favoriten. Die zwei Gegner aus Gruppe 2, Bad Tölz 1b und Vilshofen, sind zwar nicht genau einzuschätzen, aber aus der Erfahrung der letzten Saison als ebenbürtig anzusehen. Somit wird, wie in der Vorrunde, jedes Spiel sehr eng und die Tagesform entscheiden.

Nur die beiden Erstplatzierten sind sicher auch im nächsten Jahr in der Landesliga vertreten. Was passiert mit den Mannschaften auf den Plätzen 3 bis 6?
Kurz: Platz 3 bis 6 spielen noch eine Play-down-Runde. Am 10., 12. und gegebenenfalls 17. Februar spielen der Drittplatzierte der Gruppe gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften im System "Best of Three"". Die beiden Sieger bleiben ebenfalls in der Landesliga. Anschließend spielen dann die beiden Verlierer nochmals um den letzten freien Platz der Landesliga. Diese Spiele, ebenfalls im Best-of-Three-Modus, finden am Wochenende nach dem 17. Februar statt. Der gleiche Modus wird in der anderen Gruppe gespielt, sodass am Ende zwei Absteiger übrig bleiben. In diesen Spielen gilt auch eine Verlängerung nach Unentschieden in der regulären Spielzeit.

Die Fragen stellte Ralf Naumann

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