Bamberg

Die kleine Lena hatte es eilig

Das erste Kind, das 2016 in Bamberg geboren wurde, ist ein Frühchen. Knapp eineinhalb Stunden nach Mitternacht kam Lena aus Priesendorf zur Welt. Insgesamt verzeichnete das Klinikum im vergangenen Jahr 1900 Geburten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Neujahrstag im Kreißsaal: Hebamme Verena Schubert (kniend), Frauenärztin Veronika Werner, Chefarzt Burkhard Schauf, Frauenärztin Annette Scheurer, Mama Miriam Chalupka mit Tochter Lena und Kinderkrankenschwester Sabine Bornemann. Foto: RiegerPress
Am Neujahrstag im Kreißsaal: Hebamme Verena Schubert (kniend), Frauenärztin Veronika Werner, Chefarzt Burkhard Schauf, Frauenärztin Annette Scheurer, Mama Miriam Chalupka mit Tochter Lena und Kinderkrankenschwester Sabine Bornemann. Foto: RiegerPress
Während letztes Jahr das Neujahrsbaby lange auf sich warten ließ und erst am späten Abend das Licht der Welt erblickte, hatte es dieses Jahr die kleine Lena besonders eilig. Nicht nur, dass sie bereits um 1:25 Uhr geboren wurde, sie kam auch noch einige Wochen zu früh. "Unerwartet und plötzlich traten die Wehen ein. Doch nach drei Stunden war alles vorbei", schildert die Mama Miriam Chalupka aus Neuhausen (Priesendorf). Das Frühchen sowie die Mutter sind ebenso wohlauf wie auch das zweite im neuen Jahr geborene Baby.
Insgesamt kamen vergangenes Jahr genau 1900 Babys im Klinikum Bamberg zur Welt. "Darunter waren auch viele Zwillingsgeburten sowie eine Drillingsgeburt", bilanzierte Burkhard Schauf, Chefarzt der Frauenklinik Bamberg. Das kleinste Baby, welches letztes Jahr in Bamberg zur Welt kam, wog gerade einmal 380 Gramm. Ihm geht es inzwischen gut und ist quietschfidel. Erfreulicherweise konnte laut Schauf die Kaiserschnittrate weiter gesenkt werden. Sie liegt aktuell im Klinikum bei 27 Prozent. 2014 lag sie noch bei 30 Prozent.


Papa kam mit dem Hubschrauber

Aber auch sonst sei es ein bewegtes Jahr für die Frauenklinik Bamberg gewesen. Besonders spektakulär, so erinnert sich der Chefarzt, sei die Geburt bzw. das Drumherum von Baby Noel gewesen. "Hier befand sich der Vater auf der Montage in München, als die Wehen eintraten. Da er gerne bei der Geburt dabei sein wollte, wurde er kurzerhand mit dem Antenne-Bayern-Stauschrauber eingeflogen", erzählt Schauf.
Darüber hinaus wurde vergangenes Jahr der Kreißsaal umgebaut. Nun könnten sich die werdenden Mütter derart wohlfühlen, "dass man den Kreißsaal inzwischen fast Entbindungs-Suite" heißen müsste, Schauf. "Denn in unseren Kreißsäalen befinden sich hinterleuchtete Halbedelsteine, die eine besonders schöne Stimmung und Lichtsituation für Entbindende schaffen", berichtet der Chefarzt. Zudem bekomme jede Mama bekommt zur Geburt ihres Babys ein kleines Stückchen eines solchen Steins zur Erinnerung geschenkt.


Station modernisiert

Es wurde aber nicht nur der Kreißsaal umgebaut, sondern auch die Kinderklinik ist erweitert worden: anstelle von bisher acht Beatmungsplätzen sind aktuell zehn verfügbar. Zwei weitere sind in Planung.
Neu eingerichtet wurde im April letzten Jahres ferner eine spezielle Beckenendlagen-Sprechstunde, um auch bei diesen Schwangerschaften möglichst viele Spontangeburten zu ermöglichen. Im Bamberger Klinikum kamen rund die Hälfte aller Beckenendlagen ohne Kaiserschnitt auf die Welt.


Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren