Forchheim

Die fünf neuen Pflegegrade - Referentin musste viele Fragen beantworten

Ebermannstadt — Der Informationsbedarf an diesem Herbstnachmittag war offensichtlich groß. Noch knapp eine Stunde nach Vortragsende beantwortete Referentin ...
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Ingrid Kraus vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung hatte viele interessierte Zuhörer. Foto: Ralf Hartmann
Ingrid Kraus vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung hatte viele interessierte Zuhörer. Foto: Ralf Hartmann
Ebermannstadt — Der Informationsbedarf an diesem Herbstnachmittag war offensichtlich groß. Noch knapp eine Stunde nach Vortragsende beantwortete Referentin Ingrid Kraus, beschäftigt als Teamkoordinatorin in der Pflegebegutachtung beim MDK in Bayreuth, die Fragen interessierter Zuhörer. Über sechzig waren gekommen, um an dem kostenlosen Informationsabend zum Thema "Das Pflegestärkungsgesetz II - die Einführung von Pflegegraden" teilzunehmen.
Veranstaltet wurde dieser vom Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und der örtlichen Seniorenvertretung.
Mit dem zweiten Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung, welches 2016 in Kraft getreten ist, wird am 1. Januar 2017 das neue Begutachtungsverfahren und die Umstellung von Pflegestufe auf Pflegegrad wirksam werden. Was dies im genauen für Pflegebedürftige bedeutet, ist sehr umfassend und kann beispielsweise detailliert auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Gesundheit (www.bmg.bund.de) nachgelesen werden.


Pflegebedürftigkeit neu definiert

Zusammenfassend lässt sich nach dem engagierten Vortrag allerdings nennen: Pflegebedürftigkeit wird vollkommen neu definiert werden, dadurch ändert sich auch die Begutachtung durch den MDK. Der Übergang zum neuen System ist bestens geregelt, die Pflegebedürftigen werden rechtzeitig von den Pflegekassen informiert. Es wird keine "Pflegeminuten" mehr geben, sondern die Frage nach der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Bereichen mit 77 Unterpunkten steht im Vordergrund.
Die drei bisherigen Pflegestufen wandeln sich in fünf Pflegegrade, die Überleitung wird automatisch durch die Pflegekasse vollzogen. Auch die Pflegeberatung wird eine Stärkung erfahren.
Die Referentin gab an, dass die Pflegekassen, der Medizinische Dienst, aber auch die Verwaltung im Seniorenzentrum Martin Luther für weitergehende Fragen zur Verfügung stehen.

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