Herzogenaurach

Die Welt eines oft verkannten Krabbeltiers

Wer kennt ihn nicht, den Horrorfilm "Tarantula", in dem Riesenspinnen ihr Unwesen treiben? Dass diese Krabbeltierchen in der Regel gar nicht gruselig und sc...
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei diesem Anblick dürfte es vielen Menschen eiskalt den Rücken hinunterlaufen. Für Spinnenfreunde ist er dagegen harmlos. Foto: privat
Bei diesem Anblick dürfte es vielen Menschen eiskalt den Rücken hinunterlaufen. Für Spinnenfreunde ist er dagegen harmlos. Foto: privat
Wer kennt ihn nicht, den Horrorfilm "Tarantula", in dem Riesenspinnen ihr Unwesen treiben? Dass diese Krabbeltierchen in der Regel gar nicht gruselig und schon gar nicht gefährlich, sondern einfach nur wunderschön sind, davon kann man sich bei einer Spinnen- und Insekten-Ausstellung überzeugen, die am Sonntag, 6. März, von 10 bis 18 Uhr im Herzogenauracher Vereinshaus stattfindet.
"Erfahren und erleben Sie die Faszination ungewöhnlicher Ureinwohner unserer Erde und tauchen Sie ein in eine lehrreiche Tierwelt", heißt es in der Einladung. Die Veranstalter verfolgen auch das Ziel, den Besuchern Grundkenntnisse über die Insektenwelt zu vermitteln, um ihnen nach und nach die Angst und den Ekel vor diesen Tieren zu nehmen.
Wie viele Spinnentiere es auf der Erde gibt, weiß niemand genau. Die ersten Spinnen waren schon vor 300 Millionen Jahren Bewohner der Erde.


Pädagogisch wertvoll

Präsentiert wird in Herzogenaurach eine lehrreiche pädagogisch wertvolle Ausstellung mit lebenden Tieren aus allen Kontinenten. Die Besucher bekommen einen Einblick in das Leben und Verhalten von Spinnen, Skorpionen, Riesentausendfüßlern, seltenen Käfern, Gottesanbeterinnen, wandelnden Blättern, Monsterkrabben oder Gespensterheuschrecken im Großformat.
Auf einer Fläche von mehreren Hundert Quadratmetern werden exotische Spinnen und Insekten aus aller Welt in eigens hierfür gestalteten Lebensräumen vorgestellt. Die attraktiv eingerichteten Terrarien und eine passende Soundkulisse schaffen dabei eine besondere Atmosphäre. Diese soll gerade ängstlicheren Menschen helfen, sich den verkannten Insassen zu nähern und sie nicht als bösartige Kreatur zu sehen.
Die detaillierten Beschreibungen von Lebensräumen, Lebensgewohnheiten und Beute jedes einzelnen Tieres runden den Besuch der Ausstellung zu einer kleinen Bildungsreise ins Reich der Gliederfüßer ab. Für Fragen steht Aufsichtspersonal gerne zur Verfügung.


Thema Spinnenphobie

Kaum ein anderes Lebewesen bereitet dem Menschen so viel Angst wie eine Spinne. Auch bei Kenntnis aller Fakten scheint der klare Verstand schon beim Anblick kleiner Spinnen zu versagen, und in einigen Fällen entwickeln Menschen sogar eine regelrechte Phobie.
Das ist weit mehr als nur Angst oder Unbehagen. Beim unverhofften Anblick einer Spinne empfinden viele Menschen Unbehagen, Ekel, vielleicht auch Angst.
In Deutschland leben nach Schätzungen rund 200 000 Menschen, für die Spinnen ein riesiges Problem sind. Wenn sie irgendwo auf eines der Krabbeltiere treffen, geraten sie in Panik. Dabei ist die Angst meist völlig unbegründet. red


Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren