Vierzehnheiligen

Die Toten sind nicht vergessen

Glaube  Gemeinsam gedachten evangelische und katholische Christen in der Basilika Vierzehnheiligen der Verstorbenen. In einem Gottesdienst sollte für alle Hinterbliebenen eine "Oase des Trostes" geschaffen werden.
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Sie gestalteten die "Oase des Trostes" (von links): Schwester Alexia, Pater Heribert, die evangelische Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen und Pater Bernhard.  Foto: Andreas Welz
Sie gestalteten die "Oase des Trostes" (von links): Schwester Alexia, Pater Heribert, die evangelische Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen und Pater Bernhard. Foto: Andreas Welz
von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Vierzehnheiligen — Die Franziskaner und die St.-Franziskus-Schwestern hatten gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Staffelstein zur "Oase des Trostes" in die Basilika eingeladen. Denn im Trauermonat November mit dem katholischen Gedenktag Allerheiligen und dem evangelischen Totensonntag wandern die Gedanken vieler Menschen zu denen, mit denen sie jahrelang ihr Leben geteilt haben und die Gott zu sich gerufen hat.
Zur "Oase des Trostes" kamen Menschen, die gemeinsam mit anderen ihrer Trauer Ausdruck geben und die Erinnerung an ihre lieben Verstorbenen in Gemeinschaft anderer pflegen wollen. Geistliche Texte, das Wort der Heiligen Schrift und seine Deutung, eine Symbolhandlung, Schweigen und verhaltene Orgelmusik sollten helfen, der Verstorbenen zu gedenken und Kraft zu finden für die eigene Trauer.
Die evangelische Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen verglich das Leben mit einer Rose, die wächst, blüht und verwelkt. "Jedes Blütenblatt ist eine Erinnerung, ein Erleben, eine Erfahrung mit einem nahe stehenden Menschen", sagte sie. Allerdings habe eine Rose auch Dornen, die wir in unserem Miteinander zu spüren bekommen. Dornen, die verletzen können. Blüte und Dornen unserer Rose gehörten zusammen. In ihr bleibe ein nahestehender Mensch in Erinnerung. Das geteilte Glück und das geteilte Leid seien Teile des eigenen Lebens, machte die Pfarrerin deutlich. "Der Dank und die Freude wird eine heilsame Kraft in das Leben bringen", tröstete sie die Trauernden.
Nach der Predigt bildeten die Gläubigen zwischen dem Hauptaltar und dem Gnadenaltar einen großen Kreis. In der Mitte standen zwischen einer großen Kerze rote und weiße Rosen. Jeder der Gläubigen nahm eine Rose, und die Geistlichen salbten ihre Handflächen mit Rosenöl.
Zelebranten des Gottesdienstes waren Schwester Alexia, Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen, Pater Heribert und Pater Bernhard.

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