Herzogenaurach

Die TSH braucht eine gute Antwort

Nach ihrer zweiten Saisonniederlage haben die Bayernliga-Handballerinnen der TS Herzogenaurach nur noch einen Minuspunkt Vorsprung auf den zweitplatzierten ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Nach ihrer zweiten Saisonniederlage haben die Bayernliga-Handballerinnen der TS Herzogenaurach nur noch einen Minuspunkt Vorsprung auf den zweitplatzierten HSV Bergtheim. Im Derby gegen den HC Erlangen geht es für die Mannschaft des scheidenden Trainers Hans-Jürgen Kästl am morgigen Sonntag um 14.30 Uhr in der Gymnasiumhalle daher nicht nur ums Prestige, sondern vor allem darum, die Tabellenführung zu behaupten. "Die Niederlage in Ottobeuren haben wir abgehakt und unsere Mannschaft hat in dieser Spielzeit nach etwas schwächeren Auftritten immer die passende Antwort gegeben, was mich zuversichtlich macht", sagt Kästl.

TS Herzogenaurach -
HC Erlangen
Das bislang imponierend frisch und erfolgreich durch die Saison "marschierende" Kästl-Team musste am vergangenen Samstag nach zuvor 13 meist überzeugenden Siegen zwei Punkte abgeben, was sich bei dieser durchweg jungen Mannschaft völlig im Rahmen der Realität bewegt. Andererseits wurde im Allgäu deutlich, dass die TSH zwar über einen in der Breite ausgezeichneten Kader verfügt, einige Akteure aber nicht eins-zu-eins ersetzbar sind. Immerhin kehrt am Sonntag Martina Ebersberger zwischen die Pfosten zurück.
Ob auch die zuletzt verletzte Französin Carole Mittelheisser mit ihrer unbekümmerten und druckvollen Spielweise der TS- Offensive wieder zu mehr Alternativen verhelfen kann, ist noch nicht abzusehen. Zudem muss die Turnerschaft unverändert auf Corinna Merz und Steffi Mittasch verzichten, auch die in den vergangenen Wochen starke Tanja Küffner wird in den nächsten Wochen studienbedingt fehlen. Dafür hofft der Coach auf das Mitwirken der zuletzt ebenfalls verletzt ausgefallenen Janka Kräck.


Der Erlanger Talentschuppen

Zwar zeigt Kästl Respekt vor dem Kader des Nachbarn, dennoch ist er zuversichtlich, "wenn es allen bei uns gelingt, ihre tolle Form der letzten Monate einzubringen". Sowohl auf Seiten der Gastgeber als auch der Gäste stehen Akteurinnen auf dem Feld, die vor wenigen Jahren gemeinsam im Erlanger Talentschuppen unter dem erfahrenen Trainer Klaus Watzinger auf deutscher Ebene achtbare Erfolge erlangten. Vor allem im linken Rückraum ist der HC mit Laura Brockschmidt und Franziska Peschko glänzend besetzt. Spielmacherin Viktoria Peters "treibt ihr Unwesen" vereinzelt am Kreis und wird dann von Christine Zimmermann auf ihrer Position ersetzt.
Auch in Sachen Tempogegenstöße ähneln sich Erlangen und Herzogenaurach. Allein in Sachen Beständigkeit hatte die TSH heuer die Nase vorn. In der Hinrunde gewann das Kästl-Team geradezu sensationell hoch mit 38:23. Dies wird den HC sicher zusätzlich motivieren. Damals wie morgen ist eine prickelnde Atmosphäre zu erwarten. Denn so wie die Herzogenauracher Fans in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle akustisch dominierten, werden die Erlanger sicher auch etliche Anhänger mitbringen. vs

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren