Stegaurach

Die Stegauracher kämpfen bis zum Schluss der Saison

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Kahl — In der Fußball-Landesliga Nordwest hat es der FC Viktoria Kahl am Samstag wirklich noch geschafft und darf nach einem 4:2 (3:1)-Sieg über die SpVgg Stegaurach an der langen Relegation zum Aufstieg in die Bayernliga teilnehmen. Zwar schaffte Ansbach ein ungefährdetes 3:0 gegen Schweinfurt und feierte die Meisterschaft, aber Leinach erzielte in der 68. Min. durch Matthias Kurz den 1:1-Endstand in Abtswind. Das bedeutet für die Viktoria, dass sie am Mittwoch um 18.30 Uhr wieder antreten darf. Der Aufsteiger aus dem Aurachtal hatte den Klassenerhalt bereits vor dem Anpfiff in der Tasche.
Die SpVgg Stegaurach begann selbstbewusst und hatte sogar die erste Torchance. Ein verunglückter Fernschuss wurde von Andreas Wagner mit den Fingerspitzen noch über die Latte gelenkt. Der Kahler Schlussmann wurde in der Anfangsviertelstunde zum sicheren Rückhalt. Zwei weitere Glanzparaden sicherten die Null auf der Anzeigetafel. In der Offensive taten sich die Gastgeber dann etwas leichter. Denn alles was die Gäste in der Vorwärtsbewegung gut machten, ließen sie hinten vermissen. Da war es eher ein Hinterherlaufen, weniger gutes Stellungsspiel, und es wurde verpasst, rechtzeitig zu klären.
So wurden die ersten beiden Gegentore nur durch eigene kräftige Mithilfe möglich. Ein Abstauber von Patrick Farbmacher (8. Min.) und ein dreifaches Nachfassen von Dominik Witzel (15.) brachten das 2:0. Der dritte Treffer hingegen war ein mustergültiger Kopfball von Tim Müller (19.). Die Kahler waren drauf und dran, ihre Hausaufgaben zu machen und sich nicht in die Suppe spucken zu lassen, wie es der Stegauracher Spielertrainer Tobias Eichhorn zuvor angekündigt hatte. Danach spielten die Kahler Pressing, versäumten es aber bis zum Halbzeitpfiff bei einigen guten Möglichkeiten noch nachzulegen.
Stattdessen schaffte Stegaurach noch das 1:3. In der Kabine ist es trotz der beruhigenden Führung sogar ein wenig lauter geworden. Top-Torjäger Gökhan Aydin nahm sich das zu Herzen und machte 60 Sekunden nach Wiederanpfiff das 4:1 (46.). Danach war der Blick nur auf die Ergebnisse auf den anderen Plätzen gerichtet.
So kam es, wie es kommen musste, aus dem Nichts heraus traf der eingewechselte Spielertrainer höchstpersönlich zum 4:2 (68.). Ein kräftiges "Ruhe, Ruhe, Geduld" von Trainer Muhamed Preljevic sollte die aufkommende Nervosität im Keime ersticken. Das war dann auch notwendig, denn Stegaurach gab einfach nicht auf und versuchte immer wieder durch gefährliche Pässe in die Spitze zum Erfolg zu kommen.
Einmal Abseits und einmal Patrick Farbmacher in höchster Not verhinderten die Möglichkeit zum 3:4 (72. und 76.). Danach plätscherte das Spiel dahin. Und jetzt geht es nach einem Jahr erneut in die Relegation. Die Kahler kennen den langen Weg, und am Ende könnte die Bayernliga stehen. red

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