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Neunkirchen am Brand

Die St.-Joseph-Stiftung will in Neunkirchen am Brand 27 Wohnungen bauen

Die Kirchenstiftung wollte die Flurnummern 31 (Richtung Seekuh) und 34 (Richtung Altenheim) bebauen. Den vordere Bereich sollte für die VR-Bank genutzt werd...
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Die Kirchenstiftung wollte die Flurnummern 31 (Richtung Seekuh) und 34 (Richtung Altenheim) bebauen. Den vordere Bereich sollte für die VR-Bank genutzt werden und in der von Von-Pechmann-Straße Gebäude mit Wohnungen und gewerblicher Nutzung entstehen. Dies gelingt in der ursprünglichen Planung nicht mehr. Probleme in der Finanzierung bewirkten einen Rückzug der Stiftung aus diesem Vorhaben.
Aber nun plant die St.-Joseph-Stiftung auf dem Grundstück Flurnummer 31 die Bebauung zu übernehmen, wie Andreas Tolle, Verwaltungsleiter der katholischen Kirche, mitteilte. Bei der Flurnummer handelt es sich um den östlichen, an das Alten- und Pflegeheim angrenzenden Teil. Das Baukonzept wurde von Reinhard Zingler, Architekt und Vorstand der Joseph-Stiftung in der Neunkirchner Marktgemeinderatssitzung vorgestellt. Das Vorgängerprojekt wird in Teilen aufgegriffen. Drei der vier Baukörper sollen mit dem Giebel senkrecht zur Von-Pechmann-Straße stehen. Realisiert werden soll nun nur noch Wohnungsbau. 27 Wohnungen würden in den vier Gebäuden entstehen sowie eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen. "Das tut weh", sagte Zingler zu den Kosten, denn ein Stellplatz kostet zwischen 23 000 und 25 000 Euro. Hier wünsche er sich eine geringere Vorgabe, denn diese Plätze zu finanzieren, sei ein Problem.
In den drei dreigeschossigen Wohngebäuden zur Von-Pechmann-Straße würden neun Wohnungen untergebracht. Wobei Zingler den Kniestock gerne von den vorgeschriebenen 50 Zentimetern auf einen Meter erhöhen würde, um ein Vollgeschoss zu erhalten.
Ob für die Umsetzung der geplanten Bebauung des Grundstücks die St.-Joseph-Stiftung überhaupt zum Zuge kommt, war offen, denn seit zwei Tagen gibt es einen Konkurrenten, einen anderen Bauträger, der das alte Konzept mit gewerblicher Nutzung in den Gebäuden umsetzen würde. Diese gewerbliche Nutzung jedoch sieht Zingler als wenig erfolgversprechend. Außerdem sei Gewerbe im Markt vorhanden.


Keine Sozialwohnugnen

Zingler bat daher den Gemeinderat, auch um Zustimmung zur Änderung der Höhe des Kniestocks oder hinsichtlich der Stellplätze. Der SPD war bei dem vorgestellten Konzept vor allem wichtig, die soziale Komponente zu berücksichtigen. "Sind auch Wohnungen für größere Familien dabei?", wollte Anton Spatz (SPD) wissen. In welchem Verhältnis die geplanten Zwei-. Drei- und Vier-Zimmer Wohnungen angeboten würden, konnte Zingler noch nicht beantworten. In den Sozialwohnungsbau könne man aber nicht gehen. Doch die Wohnungen seien alle barrierefrei und mit Aufzug. Auch könne man sich vorstellen, einige Wohnungen zu verkaufen.
Während die CSU, wie Zweiter Bürgermeister Martin Mehl ausführte, an den fränkischen Baustil angelehnte Proportionen wie einen kleinen Dachüberstand für das zentrumsnahe Vorhaben vermisste, sieht die SPD darin kein Problem. Die Gegend vertrage moderne Baukörper, fand Dritter Bürgermeister Andreas Pfister. Dass solche Mietwohnungen beliebt und für alle Geldbeutel geeignet seien, fügte Bürgermeister Heinz Richter an. Schließlich bat Verwaltungsleiter Tolle zu berücksichtigen, dass das Erzbistum auch eine Erbpachtlösung forciere. Grundsätzliche Bereitschaft signalisierten alle am runden Tisch. map

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