Kulmbach

Die Schulbeste Lisa Meisel und die Schokoladenseiten der FOS

"Kein Schüler war den Lehrern egal - ob sie nun die hellsten Köpfe waren oder etwas länger gebraucht haben." Lisa Meisel aus Kulmbach ist voll des Lobes übe...
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138 Schüler aus den 12. Klassen der Adalbert-Raps-Schule haben das Fachabitur bestanden. Von links: Studienrätin Sophia Schulze, Alisia Grampp (1,42), Schulleiter Alexander Battistella, Lisa Vogel (1,42), Holger Popp von der Firma Raps, die Schulbeste Lisa Meisel (1,36) und stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann.  Foto: Stephan Stöckel
138 Schüler aus den 12. Klassen der Adalbert-Raps-Schule haben das Fachabitur bestanden. Von links: Studienrätin Sophia Schulze, Alisia Grampp (1,42), Schulleiter Alexander Battistella, Lisa Vogel (1,42), Holger Popp von der Firma Raps, die Schulbeste Lisa Meisel (1,36) und stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann. Foto: Stephan Stöckel
"Kein Schüler war den Lehrern egal - ob sie nun die hellsten Köpfe waren oder etwas länger gebraucht haben." Lisa Meisel aus Kulmbach ist voll des Lobes über ihre Schule, an der sie zu den Erstgenannten zählt. Ihr Fachabitur hat sie am sozialen Zweig der Adalbert-Raps-Schule, der beruflichen Oberschule Kulmbachs, mit der hervorragenden Note von 1,36 abgeschlossen. Der Mühe Lohn: Holger Popp, Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Raps, überreicht der 19-Jährigen den mit 1500 Euro dotierten Adalbert-Raps-Preis.
Über jeweils 1000 Euro freuen sich Lisa Vogel aus Kasendorf vom wirtschaftlichen und Alisia Grampp aus Mainleus vom sozialen Zweig der Fachoberschule (FOS). Beide haben einen famosen Notendurschnitt von jeweils 1,42 erzielt.
Insgesamt 138 Schüler wurden in der Dr.-Stammberger-Halle verabschiedet. 121 von ihnen haben die Fachoberschule besucht, 17 die Berufsoberschule (BOS).


Mehr als graue Theorie

Meisels Lieblingsfächer waren Pädagogik und Psychologie. Für die Kulmbacherin war der Unterricht mehr als graue Theorie. "Wenn man diese Kenntnisse hat, sieht man Menschen mit anderen Augen und kann sich viel besser in sie hineinversetzen", findet die frischgebackene Fachabiturientin.
Schokoladenseiten hatte die Kulmbacher Bildungseinrichtung für die Schulbeste viele. Neben den eingangs erwähnten Lehrern und der Vermittlung sozialer Kompetenzen waren das die drei Praktika in der 11, Klasse im Awo-Förderzentrum, im Bezirkskrankenhaus in Bayreuth und in der Suchtklinik für Frauen in Hutschdorf. "Sie haben mich fit gemacht, für das Leben", sagt die 19-Jährige, die Psychologie studieren möchte. Doch zunächst verlängert sie die Schulzeit: In der 13. Klasse will sie die allgemeine Hochschulreife erwerben, damit ihr Studienwunsch Realität werden kann.


Für etwas brennen

Schulleiter Alexander Battistella verdeutlicht anhand des Liedes "Sowieso" von Mark Forster, dass man sich Erfolg durch Anstrengung und persönliche Motivation erarbeiten müsse. Eigenschaften, die die Kulmbacher Abiturienten an den Tag gelegt hätten. "Für die Zukunft wünsche ich Ihnen, dass Sie einen Bereich finden, für den Sie brennen. Sollte es mit dem Studien- oder Ausbildungsplatz nicht klappen, dann lassen Sie den Kopf nicht hängen. Seien Sie flexibel und reagieren Sie aufs Leben", sagte er.
"Sie haben hart gearbeitet und Großes erreicht. Dafür erhalten Sie mit dem Abiturzeugnis Ihren verdienten Lohn", betonte stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann. Elternbeiratsvorsitzende Ilona Pöhlmann ermunterte die Absolventen, die richtige Balance zwischen Arbeit und Leben zu finden.


"Keine Nummer"

Schülersprecher Dominik Miskolci aus Himmelkron fragte: "Was ist das Besondere an unserer Schule?" Vor allem das familiäre Umfeld, das er so beschrieb: "An der Adalbert-Raps-Schule" ist man keine Nummer."
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