Gremsdorf

Die Rücklagen bröckeln

Im letzten Jahr hatte die Gemeinde Gremsdorf mehr Ausgaben als erwartet. Das liegt vor allem daran, dass der Kanal in der Brückenstraße und im Mühlenweg aus...
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Im letzten Jahr hatte die Gemeinde Gremsdorf mehr Ausgaben als erwartet. Das liegt vor allem daran, dass der Kanal in der Brückenstraße und im Mühlenweg ausgetauscht wird. Jedoch konnten alle anderen Ausgaben verringert werden. Da Einnahmen durch Gewerbesteuer massiv zurückgingen, sind die Rücklagen der Gemeinde auf 130 000 Euro gesunken. Der Rückgang bei der Gewerbesteuer liege vor allem daran, dass man 2015 ein sehr gutes Jahr mit überdurchschnittlichen Gewerbesteuereinnahmen hatte, so Tobias Weiß, Kämmerer der VG Höchstadt. Betrachte man die gesamten Gewerbesteuereinnahmen der letzten Jahre, könne man feststellen, dass Gremsdorf extrem abhängig davon sei.
Da die Gemeinde aber bei sinkenden Gewerbeeinnahmen zwei Jahre später durch den Finanzausgleich des Freistaats finanzielle Mittel erhält, könnten die sinkenden Einnahmen kompensiert werden. Deshalb rechnet man 2018 auch mit extrem steigenden Einnahmen. "Dieser Finanzausgleich wird aber teilweise wieder für die Kreistag sumlage benötigt", klagt Tobias Weiß. "Daran sieht man mal wieder wie paradox unser Steuer- und Umlagesystem ist." Für 2017 erhält die Gemeinde keinen Landesausgleich. Das sei aber nicht kritisch zu sehen, da man wieder mit höheren Gewerbesteuereinnahmen rechne. Außerdem werde 2017 auch mit weniger Ausgaben gerechnet, daher können die Rücklagen erhöht und die Schulden um etwa 80 000 Euro gesenkt werden. "Aktuell liegen die Schulden je Einwohner bei 669,67 und werden im laufenden Jahr unter den bayernweiten Durchschnitt von 627 Euro fallen", erläutert Weiß. "Außerdem wird die Gemeinde noch einen Zuschuss in Höhe von 57 000 Euro vom Erzbistum Bamberg für die Kapelle in Buch erhalten, was dem Haushalt von 2017 zugutekommen wird."
Neben dem Haushaltsplan genehmigten die Gemeinderäte den Bau einer privat genutzten Hackschnitzelheizung in Krausenbechhofen sowie die Erstaufforstung eines Grundstücks (0,47 ha) in Buch am Ortsausgang in Richtung Poppenwind.
Für August hat die Gemeinde eine Einladung aus der mit dem Ortsteil Poppenwind namensgleichen Gemeinde zur 700-Jahrfeier erhalten. Die Bekanntschaft zum Dorf in Thüringen entstand durch einen Kerwabesuch der Thüringer im fränkischen Poppenwind, so Bürgermeister Norbert Walter. Diese Einladung nimmt die Gemeinde gern an und wird eine Busfahrt nach Thüringen organisieren.
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