Wiesenttal

Die Muggendorfer Feuerwehr bekommt ein neues Fahrzeug

"Oberste Priorität hat das Löschfahrzeug" - dies betonte Kreisbrandmeister Roland Brütting, der als Experte der Feuerwehrführung während der Marktgemeindera...
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"Oberste Priorität hat das Löschfahrzeug" - dies betonte Kreisbrandmeister Roland Brütting, der als Experte der Feuerwehrführung während der Marktgemeinderatssitzung Stellung bezog.
Es ging um die Beschlussfassung zur Neuanschaffung eines neuen Feuerwehrautos für die Feuerwehr Muggendorf. Dass die Muggendorfer Rothelme dringend ein neues Fahrzeug brauchen, steht für den Marktrat außer Frage. Daher fiel am Ende der Debatte der Grundsatzbeschluss auch einstimmig aus, dass die Feuerwehr Muggendorf im nächsten Jahr ein neues wasserführendes Löschfahrzeug bekommen soll.


Maximal ein Vier-Tonner

Wie das neue Fahrzeug aussehen wird, steht allerdings noch nicht fest. Wie Brütting erklärte, wird es jedoch kein großes Löschgruppenfahrzeug , da dies die Situation am Feuerwehrgerätehaus nicht hergibt.
Ein Fahrzeug in der Viereinhalb-Tonnen-Klasse ist wegen der engen Gassen in Muggendorf das Maximum, so Brütting. Die Muggendorfer Wehr wird sich mehr auf die technische Hilfeleistung konzentrieren, die Streitberger auf den Brandschutz. Zusätzlich solle das neue Feuerwehrauto in Muggendorf auch für den Hochwasserschutz im Wiesenttal gerüstet sein.
Ersetzt werden müsste in Muggendorf außerdem auch der betagte Mannschaftstransportwagen (MTW). Da ein wasserführendes Fahrzeug auf jeden Fall größer ist als das bisherige Spritzenfahrzeug, gibt es auch Probleme, beide Fahrzeuge im bestehenden Gerätehaus unterzubringen. Dort gibt es keinen zweiten Stellplatz mehr, weil die Türbreiten zu gering sind. Die Folge wäre also ein Anbau des Gerätehauses oder eine Garage für den MTW. Zunächst will man sich darüber einig werden, welches Fahrzeug für die Feuerwehr Muggendorf das Beste wäre. "Anschließend kann auch die Stellplatzfrage gelöst werden", so Bürgermeister Helmut Taut (FWW).
Fest steht, dass es für ein neues Löschfahrzeug 38 900 Euro Zuschuss gibt und für einen neuen MTW rund 13 000 Euro. Für die Schaffung eines weiteren Stellplatzes gäbe es noch einmal 29000 Euro Zuschuss. Angestrebt wird eine Kofinanzierung mit der Feuerwehr. Zudem sollen Spenden aus der Bevölkerung und von Firmen fließen.
Für Karl-Peter Schwegel (BMW) war es eine Grundsatzfrage, ob man den Standort des Feuerwehrhauses nicht generell verlegt und neu baut. Dies kam für Taut aber nicht infrage. Ein weiteres Problem der Muggendorfer Wehr ist auch die Personalausstattung und die fehlenden Atemschutzgeräteträger. Hierzu konnte Kommandant Udo Ebenhack jedoch Entwarnung geben.
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